Britische Regierung schlägt Haftstrafen für Tech-Manager wegen nicht einvernehmlicher Bildverbreitung vor
Die britische Regierung verschärft ihren Kampf gegen die Verbreitung von nicht einvernehmlichen intimen Bildern im Internet. Geplante Änderungen eines Gesetzesentwurfs könnten dazu führen, dass Tech-Manager mit Gefängnisstrafen rechnen müssen, wenn ihre Plattformen solche Inhalte nicht umgehend entfernen.
Die britische Regierung hat am Freitag angekündigt, dass sie formell eine Gesetzesänderung vorschlägt, die es ermöglichen würde, Tech-Manager, die nicht einvernehmlich verbreitete intime Bilder auf ihren Plattformen nicht entfernen, inhaftieren zu lassen.
Eine britische Kommunikationsaufsichtsbehörde, **Ofcom**, hat angekündigt, dass sie nach dem **Grok**-Skandal, der zur weltweiten Verbreitung von Millionen von „nudifizierten“ Bildern von Frauen und Kindern führte, gegen die Verbreitung der Bilder vorgehen wird.
Der Skandal löste weltweit Empörung und Verurteilung durch mehrere nationale Regierungen aus, die sich verpflichteten, diese Praxis zu stoppen.
### Haftung von Führungskräften
„Tech-Manager könnten persönlich haftbar gemacht werden, wenn Plattformen die Durchsetzungsentscheidungen von Ofcom zur Entfernung intimer Bilder von Personen, die ohne Zustimmung geteilt wurden, nicht befolgen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierung.
„Dies würde bedeuten, dass leitende Angestellte, die die Straftat ohne triftigen Grund begehen, mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe oder beidem belangt werden könnten.“
### Strenge Fristen und empfindliche Strafen
Im Februar sagte der britische Premierminister Keir Starmer, dass das neue Gesetz mit der Ergänzung Tech-Unternehmen dazu verpflichten würde, nicht einvernehmlich verbreitete intime Bilder innerhalb von zwei Tagen zu entfernen, andernfalls drohten Geldstrafen und die Sperrung von Diensten. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Freiheitsstrafe noch nicht als mögliche Strafe erwähnt, was die Ankündigung vom Freitag zu einer erheblichen Eskalation im Vorgehen der Regierung in dieser Angelegenheit macht.
Am 13. Januar, etwa drei Wochen nachdem Grok begann, Millionen von nudifizierten Bildern zu verbreiten, kündigte Ofcom eine Untersuchung der Praktiken des Chatbots an. Grok gehört zu **Elon Musks** **xAI**.
In einem zu dieser Zeit veröffentlichten Meinungsbeitrag im Guardian schrieb Starmer, dass die Massenverbreitung nicht einvernehmlich geteilter intimer Bilder ein „nationaler Notstand“ sei.
„Wir setzen die Tech-Unternehmen auf die Liste“, fügte er hinzu. „Die Last der Bekämpfung von Missbrauch darf nicht länger bei den Opfern liegen. Sie muss bei den Tätern liegen – und bei den Unternehmen, die Schaden ermöglichen.“