Bundesbehörden konzentrieren Überwachung auf 'Anti-Technologie-Extremisten' angesichts von KI-Bedenken
Bundesgeheimdienste und Strafverfolgungsbehörden richten ihre Aufmerksamkeit angeblich auf Einzelpersonen und Gruppen, die als 'Anti-Technologie-Extremisten' eingestuft werden. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf Arbeitsplätze, Proteste gegen Rechenzentren und Berichte über Angriffe auf Tech-CEOs.
Berichte, die WIRED vorliegen, enthüllen einen wachsenden Trend bei Bundesbehörden, Einzelpersonen und Gruppen zu überwachen, die als 'Anti-Technologie-Extremisten' bezeichnet werden. Diese Verlagerung des Fokus fällt mit zunehmenden Ängsten hinsichtlich der KI-bedingten Arbeitsplatzverlagerung, Protesten gegen Rechenzentren und sogar angeblichen Angriffen auf Tech-Führungskräfte zusammen.
### Neue Überwachungsziele
Mehr als 1.000 Seiten unveröffentlichter Berichte des **Department of Homeland Security**, des **FBI** und von Fusion Centern deuten auf eine nationale Verlagerung hin zur Überwachung dieser neuen und breit gefassten Kategorie hin. Diese Bemühungen stehen angeblich im Einklang mit der National Security Presidential Memo 7 von **Präsident Donald Trump**, die das Justizministerium anweist, Einzelpersonen ins Visier zu nehmen, die „anti-amerikanische“, „anti-christliche“ und „anti-kapitalistische“ Überzeugungen vertreten. **Sebastian Gorka**, Trumps Berater für Terrorismusbekämpfung, veröffentlichte ebenfalls eine Strategie zur Terrorismusbekämpfung, die linksextreme Extremisten als Top-Priorität nennt.
### 'Anti-Tech-Gewaltextremismus'
Ein Bericht des **New York Intelligence and Counterterrorism Bureau** warnt vor möglichen Umwälzungen infolge der KI-Einführung und führt den Begriff 'Anti-Tech-Gewaltextremismus' ein. Laut dem Bericht könnte die chaotische Atmosphäre, die aus der aufkommenden KI-Technologie entsteht, groß angelegte Proteste anheizen, die zu zivilen Unruhen und gewalttätigen Aktivitäten eskalieren, insbesondere in städtischen Gebieten wie New York City. Dieser Begriff, 'Anti-Tech-Gewaltextremismus', ist in öffentlich zugänglichen Berichten des DHS oder FBI nicht zu finden, was auf eine neuartige Kategorisierung einer breiten Palette von Ideologien unter einem einzigen extremistischen Schirm hinweist.
### Der 'Zizian'-Einfluss
Die Einschätzung des Intelligence Bureau hebt auch eine neue Bedrohung hervor, die sich aus der Verhaftung und dem Prozess von **Ziz Laota** ergibt, einem extremen Rationalisten, der angeblich eine kultähnliche Gruppe anführte. Mitglieder dieser Gruppe wurden wegen Mordes angeklagt, angeblich angetrieben von einer obsessiven Ideologie, die sich um die existenziellen Risiken durch KI dreht. Das Bureau warnt, dass sich 'paranoide Ansichten bezüglich KI' nach dem Prozess der Zizianer verbreiten könnten, angeheizt durch ihren Glauben an eine bevorstehende 'gottgleiche Inkarnation von KI' und die Notwendigkeit, deren Einhaltung der menschlichen Moral sicherzustellen.
### Überwachungstaktiken
Die Geheimdiensterfassung des **NYPD** folgt seiner Zusammenarbeit mit dem FBI im letzten Jahr zur Überwachung der **Signal**-Chatgruppe einer Aktivistengruppe, die Freiwillige für die Überwachung öffentlicher Anhörungen vor Einwanderungsgerichten in New York koordinierte. Von The Guardian erhaltene Dokumente enthüllten, dass das FBI Aktivisten im Rahmen einer breiteren Untersuchung von 'anarchistischen gewalttätigen extremistischen Akteuren' überwachte, einer Bedrohungskategorie, die in der neuen Strategie zur Terrorismusbekämpfung identifiziert wurde.
### Bedenken hinsichtlich Rechenzentren
Fusion Center, die nach dem 11. September eingerichtet wurden, sammeln und verbreiten Informationen über angebliche Bedrohungen für Rechenzentren. Ein Fusion Center in West-Pennsylvania behauptete, dass gegnerische Akteure, darunter staatlich unterstützte Einheiten, kriminelle Gruppen und Extremisten, US-Rechenzentren ins Visier nehmen könnten. Diese Akteure könnten die strategische Bedeutung von Rechenzentren für Aktivitäten wie Kryptowährungs-Mining ausnutzen oder Frontfirmen nutzen, um Zugang zu US-Daten und -Infrastruktur zu erhalten.