Caltech-Ingenieur wegen Anschlags auf White House Correspondents' Dinner angeklagt: Manifest enthüllt
Ein Mann aus Kalifornien, identifiziert als **Cole Tomas Allen**, sieht sich mit Bundesanklagen konfrontiert, nachdem er bei einem Sicherheitscheck während des White House Correspondents' Dinner einen bewaffneten Angriff verübt hat. Allen, ein Ingenieur mit Ausbildung am Caltech, soll vor dem Angriff ein Manifest verschickt haben, das seine Motive darlegte.
## Angriff auf das White House Correspondents' Dinner: Verdächtiger in Haft
**Cole Tomas Allen** aus Torrance, Kalifornien, erschien am Montag vor dem US-Bezirksgericht für den District of Columbia und muss sich wegen des bewaffneten Angriffs auf einen Sicherheitscheck während des White House Correspondents' Dinner am Samstagabend verantworten. Richter Matthew Sharbaugh ordnete an, Allen bis zu einer Anhörung zur Haftfrage am Donnerstag in Haft zu behalten. Dem Verdächtigen drohen drei Bundesanklagen: Versuch der Ermordung des Präsidenten, Transport einer Schusswaffe im zwischenstaatlichen Handel und Abfeuern einer Schusswaffe während eines Gewaltverbrechens.
Allen, 31, ist ein ausgebildeter Maschinenbauingenieur des Caltech mit einem kürzlich erworbenen Master-Abschluss in Informatik von der California State University, Dominguez Hills. Er gab auch Nachhilfe im Teilzeitjob und entwickelte Indie-Videospiele. Eine **WIRED**-Analyse öffentlicher Datenbanken ergab eine minimale Online-Präsenz von Allen.
## Details des Vorfalls
Das Metropolitan Police Department (MPD) berichtete, dass Allen mit einer Schrotflinte, einer Handfeuerwaffe und mehreren Messern auf einen Sicherheitscheck des Secret Service am Hilton Hotel zuging. Agenten stoppten ihn, bevor er den Ballsaal erreichen konnte. Zeugen berichteten, mehrere Schüsse außerhalb des Raumes gehört zu haben, woraufhin Agenten Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance von der Bühne brachten. Ein Agent wurde Berichten zufolge getroffen, war aber durch eine schusssichere Weste geschützt.
Der amtierende MPD-Chef Jeffery Carroll bezeichnete Allen als "einsamen Akteur" und erklärte, er sei nach seiner Verhaftung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden.
## Manifest vor dem Angriff verschickt
Etwa 10 Minuten vor den Schüssen soll Allen laut der **New York Post** ein Manifest an seine Familie gemailt haben. Der Autor gab an, "nicht länger bereit zu sein, einem Pädophilen, Vergewaltiger und Verräter zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen zu beschmutzen", was die Post als Anspielung auf Trump interpretierte.
Das Manifest deutete Berichten zufolge an, dass Allen vorhatte, Schrotmunition zu verwenden, um "die Opferzahlen zu minimieren", aber "durch die meisten Anwesenden gehen würde, um die Ziele zu erreichen, falls es absolut notwendig wäre", mit der Begründung, dass die Teilnehmer "komplizenhaft" seien. Das Dokument verspottete auch die Sicherheit des Hilton Hotels und sagte: "Ich gehe mit mehreren Waffen hinein und keine einzige Person dort erwägt die Möglichkeit, dass ich eine Bedrohung darstellen könnte."
## Politische Reaktionen
Nach dem Angriff forderten Trump und mehrere Regierungsbeamte den ungehinderten Bau eines 400 Millionen Dollar teuren, 90.000 Quadratfuß großen Ballsaals im Weißen Haus, ein Projekt, das derzeit Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten mit dem National Trust for Historic Preservation ist.
"Dieses Ereignis wäre mit dem militärisch streng geheimen Ballsaal, der derzeit im Weißen Haus im Bau ist, niemals passiert", postete Trump auf Truth Social.
Die White House Correspondents' Association, eine unabhängige gemeinnützige Organisation von Journalisten, veranstaltet das Dinner und ist nicht mit dem Weißen Haus verbunden. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sie zustimmen würden, die Veranstaltung im Exekutivpalast abzuhalten.