Cyberangriff auf Polnisches Kernforschungszentrum abgewehrt; Verdacht fällt auf Iran
Polens Nationales Zentrum für Kernforschung (**NCBJ**) hat einen Cyberangriff auf seine IT-Infrastruktur erfolgreich abgewehrt. Obwohl der Angriff erkannt und blockiert wurde, bevor er Schaden anrichten konnte, untersuchen die Behörden mögliche Verbindungen zum Iran.

Das **NCBJ**, Polens führendes Institut für Kernforschung, gab diese Woche bekannt, dass seine Sicherheitssysteme und internen Verfahren einen Cyberangriff erfolgreich identifiziert und neutralisiert haben. Die schnelle Reaktion des IT-Personals stellte die Integrität der Systeme sicher.
### Schnelle Reaktion verhindert Kompromittierung
"Dank der schnellen und effektiven Maßnahmen der Sicherheitssysteme und -verfahren im Falle eines solchen Vorfalls sowie der schnellen Reaktion unserer Teams wurde der Angriff abgewehrt und die Integrität der Systeme nicht beeinträchtigt", teilte das **NCBJ** in einer Pressemitteilung mit.
Das **NCBJ** spielt eine entscheidende Rolle in Polen und ist spezialisiert auf Kernphysik, Reaktortechnologie, Teilchenphysik und Strahlenanwendungen. Es bietet kritische technische und wissenschaftliche Unterstützung für das Kernenergieprogramm des Landes.
Das Institut betreibt auch den MARIA-Reaktor, Polens einzigen Kernreaktor, der wissenschaftlichen Experimenten, Neutronenforschung und der Produktion medizinischer Isotope dient. Wichtig ist, dass der MARIA-Reaktor nicht zur Stromerzeugung genutzt wird.
### Reaktorbetrieb unbeeinträchtigt
Professor Jakub Kupecki, Direktor des **NCBJ**, bestätigte, dass der Cybersicherheitsvorfall den Betrieb des MARIA-Reaktors nicht beeinträchtigt hat. Der Reaktor funktioniert weiterhin sicher bei voller Leistung.
Das Institut hat die zuständigen nationalen Behörden informiert und eine gründliche Untersuchung eingeleitet. Interne Sicherheitsteams sind in höchster Alarmbereitschaft, um auf mögliche neue Bedrohungen zu reagieren.
### Mögliche iranische Beteiligung
Obwohl das **NCBJ** den Angriff keiner bestimmten Gruppe oder Nation zugeordnet hat, berichtet **Reuters**, dass die polnischen Behörden Indikatoren untersuchen, die auf eine mögliche iranische Beteiligung hindeuten. Die Ermittler gehen jedoch vorsichtig vor und erkennen die Möglichkeit von False Flags an.
Dieser Vorfall ereignet sich, nachdem Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz Anfang des Monats erklärt hatte, dass Polen nicht am Konflikt im Nahen Osten teilnimmt.
### Jüngste Cyberaktivitäten gegen Polen
Anfang Januar dieses Jahres waren Polens Stromnetz, insbesondere dezentrale Energieerzeugungsanlagen (DER), Heiz- und Kraftwerke (CHP) sowie Wind- und Solareinspeisesysteme, Ziel der russischen Bedrohungsgruppe **APT44** (auch bekannt als "Sandworm").
Ende Februar hob ein **ICCT**-Bericht Polen als häufiges Ziel russischer Cyberakteure hervor und nannte 31 bestätigte Vorfälle, die ihnen zwischen Mitte 2025 und Anfang 2026 zugeschrieben wurden.

## Red Report 2026: Warum die Ransomware-Verschlüsselung um 38 % zurückging
Malware wird intelligenter. Der Red Report 2026 enthüllt, wie neue Bedrohungen Mathematik nutzen, um Sandboxes zu erkennen und sich im Verborgenen zu halten.
Laden Sie unsere Analyse von 1,1 Millionen bösartigen Samples herunter, um die Top 10 Techniken aufzudecken und zu sehen, ob Ihr Security Stack blind ist.