Cybersecurity-Profis wegen BlackCat-Ransomware-Angriffen zu Haftstrafen verurteilt
Zwei Cybersicherheitsexperten wurden wegen ihrer Beteiligung an **BlackCat**-Ransomware-Angriffen im Jahr 2023 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. **Ryan Goldberg** und **Kevin Martin** setzten die Ransomware gegen mehrere US-Opfer ein, was einen besorgniserregenden Trend des Missbrauchs von Fachwissen durch Insider verdeutlicht.

Das US-Justizministerium (DoJ) gab am Donnerstag die Verurteilung von **Ryan Goldberg**, 40, aus Georgia, und **Kevin Martin**, 36, aus Texas, zu jeweils vier Jahren Gefängnis für ihre Rolle bei der Ermöglichung von **BlackCat**-Ransomware-Angriffen im Laufe des Jahres 2023 bekannt.
Sowohl Goldberg als auch Martin bekannten sich im Dezember 2025 schuldig, die Ransomware gegen mehrere Opfer in den gesamten USA eingesetzt zu haben. Sie verschworen sich bei diesen Angriffen mit **Angelo Martino**, 41, aus Florida.
Laut dem DoJ stimmten "die drei Männer zu, den **ALPHV BlackCat**-Administratoren einen Anteil von 20 % an allen erhaltenen Lösegeldern zu zahlen, im Austausch für den Zugang zur Ransomware und der Erpressungsplattform von **ALPHV/BlackCat**."
Was diesen Fall besonders besorgniserregend macht, ist, dass "alle drei Männer in der Cybersicherheitsbranche tätig waren – das bedeutet, dass sie über spezielle Fähigkeiten und Erfahrungen bei der Sicherung von Computersystemen gegen Schäden verfügten, einschließlich der Art von Schäden, die sie selbst den Opfern in diesem Fall zufügten."
In einem Fall erpressten die Angeklagten erfolgreich rund 1,2 Millionen US-Dollar in Bitcoin von einem Opfer. Sie teilten ihren 80%igen Anteil unter sich auf und wuschen die Gelder dann, um die Transaktionen zu verschleiern.
Obwohl die **BlackCat** Ransomware-as-a-Service (RaaS)-Operation inzwischen eingestellt wurde, wird geschätzt, dass sie weltweit über 1.000 Computernetzwerke von Opfern ins Visier genommen hat.
Diese Verurteilung folgt eine Woche nachdem **Martino sich schuldig bekannt** hatte, und seine Verurteilung ist für Juli 2026 angesetzt. **Martino** soll auch seine Position als Unterhändler missbraucht haben, um die Lösegeldforderungen zu erhöhen, indem er vertrauliche Informationen über Versicherungspolicen der Opfer mit den **BlackCat**-Betreibern teilte.
**Martino** und **Martin** waren bei **DigitalMint** angestellt, während **Goldberg** als Incident-Response-Manager bei der Cybersicherheitsfirma **Sygnia** tätig war.
Der US-Staatsanwalt Jason A. Reding Quiñones für den südlichen Distrikt von Florida erklärte: "Diese Angeklagten nutzten spezialisiertes Cybersicherheitswissen nicht zum Schutz von Opfern, sondern zur Erpressung. Sie setzten Ransomware ein, um kritische Systeme lahmzulegen, sensible Daten zu stehlen und amerikanische Unternehmen unter Druck zu setzen, zu zahlen, um wieder Zugang zu ihren eigenen Informationen zu erhalten."