Datenschutz unter Beschuss: Große Tech-Firmen ignorieren angeblich Opt-Out-Signale und verstoßen gegen kalifornisches Recht
Eine aktuelle Prüfung zeigt, dass mehrere große Tech-Unternehmen, darunter **Google**, **Microsoft** und **Meta**, angeblich die Privatsphäre-Einstellungen von Nutzern umgehen, indem sie Werbe-Cookies setzen, selbst wenn Nutzer dem Tracking explizit widersprochen haben. Diese Praxis verstößt potenziell gegen den **California Consumer Privacy Act (CCPA)** und wirft ernste Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf.
## Datenschutz unter Beschuss: Große Tech-Firmen ignorieren angeblich Opt-Out-Signale und verstoßen gegen kalifornisches Recht
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass mehrere große Tech-Firmen potenziell gegen kalifornisches Recht verstoßen, indem sie Werbe-Cookies in den Browsern von Nutzern platzieren, selbst nachdem diese dem Tracking widersprochen haben. Die Prüfung, durchgeführt von der Datenschutzorganisation **webXray**, untersuchte kalifornischen Webverkehr im März und stellte eine weit verbreitete Missachtung der Privatsphäre-Einstellungen von Nutzern fest.
### Die Ergebnisse
Der **webXray**-Bericht behauptet, dass 194 Online-Werbedienste global standardisierte Opt-Out-Signale, insbesondere die **Global Privacy Control (GPC)**, ignorieren. Die **GPC** ist dazu gedacht, die Opt-Out-Präferenz eines Nutzers über eine Browser-Erweiterung automatisch an Websites zu signalisieren.
Kalifornien hat bereits zuvor gegen Unternehmen, die **GPC**-Signale ignorieren, Maßnahmen ergriffen und **Sephora** im Jahr 2022 mit 1,2 Millionen US-Dollar und **Disney** im Februar mit 2,75 Millionen US-Dollar wegen ähnlicher Verstöße belegt.
### Vorwürfe gegen Tech-Giganten
Laut dem Bericht hat **Google** angeblich in 86 % der Fälle Opt-Out-Anfragen ignoriert. Der Bericht enthält Bilder, die angeblich zeigen, wie **Googles** Server auf Opt-Out-Signale mit Befehlen zur Erstellung von Werbe-Cookies reagieren.

**Microsoft** hat Berichten zufolge in 50 % der Fälle Opt-Out-Anfragen nicht befolgt und eine ähnliche Methode wie **Google** angewandt, indem es Befehle zur Erstellung von Cookies ausgab, obwohl das Opt-Out-Signal vorlag.
Die Rate der Opt-Out-Fehler bei **Meta** lag angeblich bei 69 %. Der Bericht behauptet, dass **Metas** Code keine Prüfungen auf globale Opt-Out-Signale enthält, was zu einer bedingungslosen Ladefunktion, Tracking-Ereignissen und Cookie-Platzierung unabhängig von den Präferenzen der Nutzer führt.
### Reaktionen der Unternehmen
Ein **Google**-Sprecher erklärte, der Bericht basiere auf einem "grundlegenden Missverständnis, wie unsere Produkte funktionieren", und versicherte, dass sie die von Werbetreibenden und Publishern gesetzten Opt-Outs gesetzeskonform befolgen.
Ein **Microsoft**-Sprecher betonte das Engagement des Unternehmens für den Schutz der Privatsphäre der Verbraucher und erklärte, dass bei Erhalt eines **GPC**-Signals der Nutzer vom Teilen personenbezogener Daten mit Dritten für personalisierte Werbung abgemeldet wird. Sie wiesen auch darauf hin, dass bestimmte Cookies für operative Zwecke notwendig sind und auch bei einem **GPC**-Signal platziert werden können.
Ein **Meta**-Sprecher wies die Forschung als "offensichtlichen Marketing-Gag" zurück, der die Funktionsweise der **Global Privacy Control**-Einstellung und die Rolle von **Meta** falsch darstelle. Sie argumentierten, dass die Einstellung die Weitergabe von Daten einschränkt, nicht deren Erfassung, und dass Werbetreibende die Erlaubnis zum Teilen von Informationen mit **Meta** einholen müssen.
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