Diese Woche in der IT-Sicherheit: Militärische Handy-Ortung, KI-gestützte Angriffe und physische Ransomware-Taktiken
Die Sicherheitszusammenfassung dieser Woche behandelt eine Reihe kritischer Themen, von der langjährigen Kenntnis des US-Militärs über Schwachstellen bei der Truppenortung bis hin zur sich entwickelnden Landschaft KI-gesteuerter Cyberangriffe und Schwachstellenforschung. Wir beleuchten auch den neuartigen Ansatz einer Ransomware-Gruppe, die Unternehmen physisch infiltriert, um Daten zu stehlen.
Das **US-Militär** ist sich seit Jahren bewusst, dass Gegner Standortdaten ausnutzen könnten, um Handys von Truppen zu verfolgen, hat aber weitgehend versäumt, verfügbare Schutzmaßnahmen zu implementieren. Diese Nachlässigkeit besteht fort, obwohl das Pentagon anerkennt, dass US-Gegner diese Daten aktiv nutzen, um Soldaten ins Visier zu nehmen. Gleichzeitig hat die US-Strafverfolgung angesichts wachsender Gegenreaktionen gegen KI-Technologien vor steigendem „Anti-Tech-Extremismus“ gewarnt.
Die Konnektivität im **Iran** beginnt nach einer fast 90-tägigen Internetabschaltung inmitten interner politischer Kämpfe und Verhandlungen mit den USA zurückzukehren. Forscher bleiben jedoch hinsichtlich des Umfangs und der Dauer dieser Wiederherstellung vorsichtig.
### Die Doppelrolle der KI: Angriffe und Abwehr verbessern
Während Cyberkriminelle zunehmend KI nutzen, um Schwachstellen auszunutzen und hochentwickelte Hacking-Tools zu entwickeln, revolutioniert die Technologie auch die Art und Weise, wie Sicherheitsforscher nach Schwachstellen suchen. Das KI-Zeitalter schafft ein Wettrüsten bei der Jagd nach Fehlern. Unterdessen nutzen Betrüger echte Hotelreservierungsdaten für gezielte Spear-Phishing-Kampagnen aus, was potenziell Kundendaten von rund 350 Hotels und Ferienwohnungen weltweit beeinträchtigen könnte.
### MyPillow von Play Ransomware ins Visier genommen
**Play**, eine russischsprachige Ransomware-Operation, hat die Verantwortung für die Extraktion sensibler Daten von **MyPillow** übernommen. Die kompromittierten Daten umfassen angeblich private und persönliche vertrauliche Informationen, Kundendokumente, Budgets, Gehaltsabrechnungsdaten, Ausweise, Steuern und andere Finanzunterlagen. **Mike Lindell**, der CEO von MyPillow, hat die Behauptungen als politisch motivierten Angriff abgetan und jegliche Datenlecks bestritten. Lindell, ein prominenter Unterstützer falscher Behauptungen bezüglich der Wahl 2020, sieht sich früheren Verurteilungen wegen Verleumdung im Zusammenhang mit diesen Behauptungen gegenüber.
### Eine Ransomware-Gruppe stiehlt Daten persönlich
Ransomware-Gruppen eskalieren ihre Taktiken, wobei das **FBI** berichtet, dass die **Silent Ransom Group (SRG)** Anwaltskanzleien physisch infiltriert, um Daten zu stehlen.
Anstatt sich ausschließlich auf Malware zu verlassen, schickt SRG Personen in die Büros von Unternehmen, um direkt auf Computer zuzugreifen und Daten auf externe Laufwerke zu exfiltrieren. Dieser neuartige Ansatz unterstreicht die sich entwickelnden und zunehmend dreisten Methoden, die von Cyberkriminellen angewendet werden. Das FBI geht davon aus, dass die russischsprachige Ransomware-Gruppe möglicherweise Freiberufler bezahlt, die nicht unbedingt wissen, für wen sie arbeiten.
### BusPatrol-Schulbuskameras sollen Überwachungsdaten an die Polizei liefern
**BusPatrol**, ein KI-Überwachungsunternehmen mit Kameras in Tausenden von US-Schulbussen, beabsichtigt, diese Kameras in automatische Kennzeichenleser zu verwandeln. Diese Initiative würde den Standort jedes Fahrzeugs, an dem ein Bus vorbeifährt, aufzeichnen und die Daten ohne richterliche Anordnung an die Strafverfolgungsbehörden weitergeben, wodurch Schulbusse im Wesentlichen zu „roaming surveillance vehicles“ werden.
### Das Abschalten von ShotSpotter verbesserte die Reaktionszeiten der Chicagoer Polizei auf 911-Anrufe
Eine Studie des Soziologieprofessors Rob Vargas von der University of Chicago ergab, dass die **Chicago Police Department** verbesserte Reaktionszeiten auf dringende 911-Anrufe verzeichnete, nachdem die Stadt die Nutzung der Schusserkennungstechnologie **ShotSpotter** eingestellt hatte. Die Daten deuten darauf hin, dass ShotSpotter-Alarme zu Fehlalarmen geführt haben könnten, wodurch Beamte von anderen kritischen Notrufen abgelenkt wurden.