EFF kämpft für digitale Rechte: Von Netzabschaltungen bis zur Freiheit von Journalisten
Die **Electronic Frontier Foundation (EFF)** engagiert sich aktiv in mehreren kritischen Kämpfen um digitale Rechte, von der Bekämpfung von Netzabschaltungen und der Verteidigung der freien Meinungsäußerung bis hin zur Anfechtung staatlicher Übergriffe. Dieser Überblick beleuchtet wichtige Initiativen der EFF zum Schutz von Online-Freiheiten und der Privatsphäre der Nutzer.
## Digitale Rechte im Nahen Osten und Nordafrika
Digitale Rechte im Nahen Osten und Nordafrika haben sich von einem Nischenanliegen zu einer breiten Menschenrechtsbewegung entwickelt. Organisationen wie SMEX, Nawaat, ADEF und 7amleh sowie neuere Koalitionen wie die Middle East Alliance for Digital Rights stehen an der Spitze dieser Entwicklung.
## EFF verteidigt ICEBlock App in Klage wegen des Ersten Verfassungszusatzes
Die **EFF** vertritt ICEBlock in einer Klage, die sich auf den Ersten Verfassungszusatz (First Amendment) stützt. ICEBlock ist eine iPhone-App, mit der Nutzer Einwanderungsaktivitäten melden können. Die Klage behauptet, dass Bundesbeamte das Unternehmen und seinen Entwickler als Vergeltung bestraften und **Apple** dazu zwangen, die Meinungsäußerung der App zu unterdrücken.
## EFF fordert Offenlegung von Vorladungen durch DHS und ICE
Die **EFF** verklagt das **Department of Homeland Security (DHS)** und **Immigration and Customs Enforcement (ICE)**, um die Offenlegung von Aufzeichnungen über den Missbrauch von administrativen Vorladungen zu erzwingen. Diese Vorladungen sollen angeblich dazu benutzt worden sein, Online-Dienste aufzufordern, die Identitäten und persönlichen Informationen von Internetnutzern preiszugeben, die die Einwanderungsbehörden kritisieren oder überwachen, was gegen Abschnitt 1509 verstößt.
## Aufruf zur Freilassung eines Journalisten in Kuwait
Die **EFF** fordert die kuwaitische Regierung auf, den Journalisten Ahmed Shihab-Eldin umgehend freizulassen. Shihab-Eldin, ein preisgekrönter Journalist, der früher für *Al Jazeera* tätig war und die amerikanisch-kuwaitische Doppelstaatsbürgerschaft besitzt, wurde am 3. März in Kuwait verhaftet. Das Committee to Protect Journalists (CPJ) hat ebenfalls über die Situation berichtet und Bedenken hinsichtlich der Pressefreiheit geäußert.
## Die steigende Flut von Netzabschaltungen
Die Zahl der Internetabschaltungen erreichte 2025 einen neuen Rekord und übertraf den bisherigen Höchststand von 2024. Netzunterbrechungen werden zunehmend zu einer Routinemaßnahme von Behörden als Reaktion auf Phasen erhöhter politischer Sensibilität, was Bedenken hinsichtlich Zensur und Informationsfreiheit aufwirft.
## Golfstaaten verschärfen die Kontrolle über die Meinungsäußerung unter dem Vorwand des Krieges
Regierungen in den Golfstaaten berufen sich zunehmend auf „Fehlinformationen“ während Kriegszeiten, um Einschränkungen der Meinungsäußerung zu rechtfertigen. Dieser Trend spiegelt eine breitere Anstrengung wider, Narrative zu kontrollieren und Dissens zu unterdrücken, insbesondere im Kontext von Konflikten, an denen die Vereinigten Staaten, Israel, Iran und damit verbundene regionale Spannungen beteiligt sind.