EFF und digitale Rechtegruppen verurteilen Drohungen des FCC-Vorsitzenden gegenüber Sendern
Die **Electronic Frontier Foundation (EFF)** hat sich anderen Organisationen für digitale Rechte und bürgerliche Freiheiten angeschlossen, um die jüngsten Drohungen des Vorsitzenden der **Federal Communications Commission (FCC)**, **Brendan Carr**, zu verurteilen. Diese Drohungen beinhalten potenzielle Strafen für Sender, die Aussagen verbreiten, mit denen er nicht einverstanden ist, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Ersten Verfassungszusatzes aufwirft.
Befürworter digitaler Rechte schlagen Alarm wegen potenzieller Zensur und Diskriminierung von Standpunkten nach Äußerungen des **FCC**-Vorsitzenden **Brendan Carr**. Die **EFF** hat zusammen mit anderen Gruppen für bürgerliche Freiheiten eine scharfe Rüge von Carrs jüngsten Äußerungen veröffentlicht und argumentiert, dass diese einen verfassungswidrigen Versuch darstellen, eine wohlwollende Berichterstattung zu erzwingen.
### Verfassungswidrige Nötigung?
Carrs Drohungen, die an frühere Aktionen erinnern, werden als Versuche angesehen, Nachrichtenagenturen unter Druck zu setzen, eine Berichterstattung zu liefern, die mit den Ansichten der Regierung übereinstimmt. Er hat behauptet, dass der Standard des **FCC** für das „öffentliche Interesse“ ihm die Befugnis gebe, die Lizenzen von Sendern zu widerrufen, die kritische Nachrichten über die Regierung veröffentlichen. Kritiker argumentieren, dass diese Auslegung ein direkter Angriff auf grundlegende verfassungsmäßige Werte sei.
Der Erste Verfassungszusatz schränkt die Befugnis der **FCC** erheblich ein, Sender zu zwingen, sich an eine von der Regierung genehmigte Erzählung zu halten. Obwohl Sende-Lizenznehmer verpflichtet sind, im „öffentlichen Interesse, zur Bequemlichkeit und Notwendigkeit“ zu handeln, kann diese Anforderung nicht zur Rechtfertigung von zensurbasierter Zensur herangezogen werden. Einschränkungen der Rede von Lizenznehmern, insbesondere solche, die auf dem Standpunkt basieren, unterliegen einer strengen Prüfung gemäß dem Ersten Verfassungszusatz.
### Genauigkeit vs. Vergeltung
Während Genauigkeit in der Nachrichtenberichterstattung ein allgemein anerkanntes Ziel ist, argumentieren Kritiker, dass Carrs Handlungen nicht von der Suche nach Wahrheit angetrieben werden. Stattdessen scheinen seine Anschuldigungen der „Falschheit“ ein Vorwand für Vergeltungsmaßnahmen zu sein, basierend auf:
1. Subjektiven politischen Meinungsverschiedenheiten.
2. Kritik an der Regierung.
3. Uneinigkeit mit der offiziellen Regierungsposition zu Themen wie dem Iran-Krieg.
Die **EFF** und ihre Verbündeten fordern Carr auf, diese Drohungen umgehend zurückzuziehen, um die Unabhängigkeit der Presse zu schützen und die Grundsätze des Ersten Verfassungszusatzes zu wahren. Ein Schreiben der Zivilgesellschaft an den **FCC**-Vorsitzenden Barr erläutert diese Bedenken weiter.
[Zivilgesellschaftliches Schreiben an FCC-Vorsitzenden Barr](https://techfreedom.org/wp-content/uploads/2026/03/Response-to-FCC-Chair-Brendan-Carr-March-2026.pdf)