FCC schlägt strengere 'Know Your Customer'-Regeln zur Bekämpfung illegaler Robocalls vor
Die **Federal Communications Commission (FCC)** erwägt neue Regeln zur Bekämpfung illegaler Robocalls durch die Verschärfung der 'Know Your Customer' (KYC)-Vorschriften für Originating Provider. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, Provider zu zwingen, mehr Kundeninformationen zu sammeln, Daten sorgfältiger zu überprüfen und bei Nichteinhaltung strengere Strafen zu erhalten, um illegale Robocalls zu unterbinden.
Die **FCC** verschärft ihren Kampf gegen illegale Robocalls mit einem vorgeschlagenen Regelwerk, das Originating Provider stärker zur Verantwortung ziehen soll. Die Behörde ist der Ansicht, dass die aktuellen KYC-Regeln unzureichend sind und böswilligen Akteuren ermöglichen, Schwachstellen im Kommunikationsnetz auszunutzen.
### Erhöhte KYC-Anforderungen
Die vorgeschlagenen Regeländerungen würden Originating Provider von traditionellen Sprachdiensten, kommerziellen Mobilfunkdiensten und miteinander verbundenen Voice over Internet Protocol (VoIP)-Diensten verpflichten, Folgendes zu tun:
* Von neuen und sich erneuernden Kunden den Namen, die physische Adresse, die staatlich ausgestellte Identifikationsnummer und eine alternative Telefonnummer einzuholen.
* Hochvolumenkunden aufzufordern, detaillierte Informationen über ihre Servicenutzung bereitzustellen, einschließlich des Zwecks (z. B. Marketing) und der IP-Adresse, von der aus Anrufe getätigt werden.
* Aufzeichnungen, wie z. B. Kopien staatlich ausgestellter Ausweise, zu sammeln und aufzubewahren, um die Identität des Kunden zu überprüfen.
* Relevante Aufzeichnungen mindestens vier Jahre nach Beendigung der Kundenbeziehung aufzubewahren.
### Erhöhte Strafen bei Nichteinhaltung
Die **FCC** schlägt vor, die Strafstruktur für KYC-Verstöße zu ändern und Bußgelder pro Anruf zu verhängen. Dies soll die Strafen direkter mit dem Umfang illegaler Anrufe und dem durch einzelne Anrufer verursachten Schaden in Einklang bringen.
### Berücksichtigung von Bedenken der Strafverfolgungsbehörden
Die **FCC** betont, dass das vorgeschlagene Regelwerk nicht nur zur Verhinderung von Verbraucherbetrug, sondern auch zur Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden bei der Untersuchung schwerer Verbrechen entscheidend ist. Die Behörde argumentiert, dass die mangelnde Sorgfalt einiger Originating Provider die Identifizierung von Kriminellen behindert, die an Drogengeschäften, Gewaltverbrechen und Menschenhandel beteiligt sind.
### Jüngste Durchsetzungsmaßnahmen
Diese Ankündigung folgt auf einen kürzlich von der **FCC** vorgeschlagenen Bußgeldbescheid gegen **Voxbeam Telecommunications** in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar wegen angeblicher Erleichterung von "Robocalls zur Identitätsanmaßung zu finanziellen Zwecken". Die Behörde behauptet, **Voxbeam** habe verdächtigen Anrufverkehr von einem nicht autorisierten ausländischen Anbieter zugelassen, was amerikanische Verbraucher beeinträchtigte.
Obwohl **Voxbeam** die Möglichkeit hat, zu antworten, unterstreicht diese Maßnahme das Engagement der **FCC**, gegen Robocall-Operationen vorzugehen.

