FCC verbietet Router aus dem Ausland aus Gründen der nationalen Sicherheit
Die **Federal Communications Commission (FCC)** hat ihre "Covered List" aktualisiert, um alle im Ausland hergestellten Consumer-Router einzuschließen. Dies verbietet de facto den Verkauf neuer ausländischer Modelle in den USA. Diese Entscheidung, die auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit beruht, zielt darauf ab, Risiken in der Lieferkette zu mindern, die die kritische Infrastruktur der USA beeinträchtigen könnten.

### Erweiterung der "Covered List"
Die "Covered List" wurde im Rahmen des Secure and Trusted Communications Networks Act von 2019 eingerichtet und identifiziert Kommunikationsausrüstungen und -dienste, die als inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft werden. Zuvor richtete sich die Liste gegen spezifische Unternehmen und Produkte, darunter **Kaspersky**, **Huawei**, **ZTE**, **Hikvision** und **Dahua**. Die jüngste Erweiterung umfasst nun alle außerhalb der Vereinigten Staaten hergestellten Router.
Dieser Schritt folgt einer National Security Determination, die am 20. März von einer interministeriellen Arbeitsgruppe der Exekutive herausgegeben wurde und Bedenken hinsichtlich der Schwachstellen in der Lieferkette durch im Ausland produzierte Router aufwirft. Die Behörde ist der Ansicht, dass diese Geräte ausgenutzt werden könnten, um die US-Wirtschaft, die kritische Infrastruktur und die nationale Verteidigung zu stören, was potenziell direkten Schaden für US-Bürger verursachen könnte.
Die **FCC** hob hervor, dass im Ausland hergestellte Router an Angriffen von Gruppen wie **Volt**, **Flax** und **Salt Typhoon** beteiligt waren, die auf lebenswichtige US-Infrastrukturen abzielten.
### Ausnahmen und Genehmigungsverfahren
Bestimmte Router, die vom US-Kriegsministerium (DoW) oder dem Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) für Drohnensysteme verwendet werden, haben eine bedingte Genehmigung erhalten, sofern sie kein Sicherheitsrisiko darstellen. Darüber hinaus können ausländische Hersteller weiterhin die Genehmigung für ihre Consumer-Router in den USA beantragen, müssen jedoch Folgendes transparent offenlegen:
* Unternehmens- und Eigentümerstruktur, einschließlich Details zu jeglicher finanzieller Unterstützung oder Einflussnahme durch ausländische Regierungen.
* Informationen zur Fertigung und Lieferkette, einschließlich einer Stückliste, Herkunftsland aller Komponenten, Details zum IP-Eigentum, Fertigungs- und Montageorte sowie die Herkunft von Software/Firmware.
* Ein Plan zur Verlagerung der Fertigung kritischer Komponenten in die Vereinigten Staaten, begleitet von einer Beschreibung bestehender US-basierter Fertigungs- oder Montageprozesse.
### Mögliche Auswirkungen auf Verbraucher
Die unmittelbaren Auswirkungen auf US-Verbraucher werden voraussichtlich minimal sein, da bestehende Router weiterhin verkauft werden. Software- und Firmware-Updates für Unmanned Aircraft Systems (UAS) werden bis mindestens zum 1. Januar 2027 gestattet sein.
Der Zugang zu neuen Router-Modellen könnte jedoch aufgrund der zusätzlichen Komplexität und Kosten, die mit der behördlichen Genehmigung verbunden sind, schwieriger und potenziell teurer werden. Die Test-, Genehmigungs- und **FCC**-Zertifizierungsprozesse können mehrere Monate dauern und den Markteintritt neuer Geräte potenziell verzögern.
Einige Hersteller könnten sich entscheiden, den alternativen Zertifizierungsweg zu vermeiden, insbesondere aufgrund der Anforderung zur Verlagerung der Produktion in die USA, was zu einer geringeren Modellverfügbarkeit auf dem US-Markt führen könnte.
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