Finanzielle Ausgrenzung: Neues Buch deckt auf, wie Zahlungsplattformen die Meinungsfreiheit zensieren
Ein neues Buch, *Transaction Denied*, beleuchtet das zunehmende Problem, dass Finanzinstitute und Zahlungsvermittler Konten sperren und Transaktionen aufgrund von Äußerungen unterbinden. Das Buch hebt Fälle hervor, in denen Einzelpersonen, darunter Lehrer und Politiker, aufgrund willkürlicher Unternehmensrichtlinien und weit gefasster Gesetzesauslegungen den Zugang zu Geldern verweigert wurde.
Ein US-Bürger, der online persische Poesie unterrichtet, sieht sein Konto von **PayPal** und **Venmo** gesperrt. Einer muslimischen Stadträtin in New York City wird eine Venmo-Zahlung blockiert, weil sie ein bangladeschisches Restaurant erwähnt. Online-Plattformen für erotische Geschichten verlieren wiederholt ihre Zahlungskonten. Befürworter der Drogenlegalisierung kämpfen darum, ihre Bankkonten behalten zu können. Dies sind keine Einzelfälle; sie sind Teil eines beunruhigenden Trends.
**Rainey Reitman**, ehemalige Leiterin für Aktivismus und Chief Program Officer bei der **EFF**, untersucht dieses Thema in ihrem neuen Buch *Transaction Denied*. Das Buch befasst sich mit der Frage: „Ist es jemals in Ordnung, wenn Finanzintermediäre als Schiedsrichter des Online-Ausdrucks fungieren?“
Reitman verwendet eindringliche Geschichten, um zu veranschaulichen, wie Finanzinstitute und Zahlungsvermittler Konten sperren und Transaktionen unterbinden. Diese Maßnahmen erfolgen oft ohne Erklärung, Transparenz oder Rechtsmittel. Die Gründe, so argumentiert sie, sind häufig sprachbezogen und ergeben sich aus willkürlichen Unternehmensrichtlinien, Fehlinterpretationen des Gesetzes oder Druck von Befürwortern der Meinungsunterdrückung.
Zum Beispiel wurde das Konto des persischen Poesielehrers aufgrund einer risikoscheuen Auslegung der US-Sanktionen gegen den Iran blockiert. Reitman argumentiert, dass diese Sanktionen Muslime unverhältnismäßig stark treffen.

*Transaction Denied* dient auch als Leitfaden für diejenigen, die sich für freie Meinungsäußerung einsetzen. Das Buch hebt erfolgreiche Kampagnen hervor, darunter die Bemühungen zur Wiederherstellung des **Stripe**-Kontos der **Nifty Archive Alliance**, einer gemeinnützigen Organisation, die das Nifty Archive unterstützt, eine Plattform für queere erotische Geschichten. Es behandelt auch die Kampagne der EFF zur Wiederherstellung des PayPal-Kontos von **Smashwords**, einer Self-Publishing-Plattform. Darüber hinaus berichtet das Buch, wie Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder der EFF bei der Gründung der **Freedom of the Press Foundation** halfen, die mit der EFF zusammenarbeitet, um die Rechte von Journalisten zu fördern.
**Cindy Cohns** Buch, *Privacy Defender*, untersucht, wie sich die Online-Privatsphäre in den letzten drei Jahrzehnten verändert hat. Wenn Sie sich Sorgen über finanzielle Zensur machen, ist *Transaction Denied* ein Muss. Die Hälfte der Autoren-Einnahmen geht an die Freedom of the Press Foundation.