Foxconn bestätigt Cyberangriff durch Nitrogen Ransomware, nordamerikanische Standorte betroffen
**Foxconn**, der weltweit führende Elektronikhersteller, hat einen Cyberangriff bestätigt, der einige seiner nordamerikanischen Standorte betrifft. Die Ransomware-Gruppe **Nitrogen** bekennt sich zu der Tat und behauptet, 8 TB Daten gestohlen zu haben, darunter sensible Informationen von **Apple**, **Intel** und **Nvidia**.

**Foxconn**, ein globaler Gigant in der Elektronikfertigung mit über 900.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 260 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025, hat einen kürzlichen Cyberangriff auf einige seiner nordamerikanischen Fabriken bestätigt. Auslöser waren Behauptungen der **Nitrogen**-Ransomware-Operation, die behauptete, 8 TB Daten und über 11 Millionen Dokumente exfiltriert zu haben.
**Auswirkungen und Reaktion**
"Einige der Foxconn-Fabriken in Nordamerika waren von einem Cyberangriff betroffen", bestätigte ein **Foxconn**-Sprecher gegenüber BleepingComputer. "Das Cybersicherheitsteam hat umgehend den Reaktionsmechanismus aktiviert und mehrere operative Maßnahmen ergriffen, um die Kontinuität der Produktion und Lieferung zu gewährleisten. Die betroffenen Fabriken nehmen derzeit die normale Produktion wieder auf."
**Behauptungen von Nitrogen**
Laut **Nitrogen** enthalten die gestohlenen Daten vertrauliche Anweisungen, Projekte und Zeichnungen, die wichtigen **Foxconn**-Kunden wie **Apple**, **Intel**, **Google**, **Nvidia** und **AMD** gehören.

*Foxconn-Eintrag auf der Nitrogen-Leak-Seite (BleepingComputer)*
**Nitrogen Ransomware: Eine kurze Geschichte**
Die **Nitrogen**-Ransomware-Operation tauchte 2023 auf und setzte zunächst die **BlackCat/ALPHV**-Ransomware über einen gleichnamigen Malware-Loader ein. Später entwickelte die Gruppe eine eigene Ransomware-Variante, die auf geleaktem **Conti 2**-Builder-Code basierte. Laut Forschern von **Coveware** beschädigt jedoch ein Programmierfehler in der ESXi-Malware-Variante verschlüsselte Dateien, da ein falscher öffentlicher Schlüssel verwendet wird.
Obwohl **Nitrogen** keine der produktivsten Ransomware-Operationen ist, fügt sie seit 2024 nach und nach Opfer zu ihrer Leak-Seite hinzu.
**Foxconn: Ein wiederkehrendes Ziel**
Dies ist nicht das erste Mal, dass **Foxconn** Ziel von Ransomware-Angriffen wird. Im Januar 2024 bekannte sich die **LockBit**-Ransomware-Gang zu einem Angriff auf die **Foxconn**-Tochtergesellschaft **Foxsemicon**. Darüber hinaus wurde eine **Foxconn**-Produktionsanlage in Tijuana, Mexiko, im Mai 2022 von Ransomware getroffen.
Im Dezember 2020 griff die **DoppelPaymer**-Ransomware-Operation die **Foxconn** CTBG MX-Einrichtung in Ciudad Juárez an und forderte ein Lösegeld von 34 Millionen US-Dollar, nachdem angeblich 100 GB Daten gestohlen, bis zu 1.400 Server verschlüsselt und 20 bis 30 TB Backup-Daten zerstört worden waren.

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