Französische Behörden verhaften mutmaßlichen Hacker 'HexDex' im Zusammenhang mit zahlreichen Datenlecks
Französische Behörden haben eine 20-jährige Person festgenommen, die verdächtigt wird, zahlreiche Datenlecks bei öffentlichen Einrichtungen, Sportverbänden und privaten Organisationen orchestriert zu haben. Der Verdächtige, online als HexDex bekannt, soll die Verantwortung für die Hacks übernommen und gestohlene Daten auf Cybercrime-Marktplätzen veröffentlicht haben.
Französische Behörden haben einen mutmaßlichen Hacker festgenommen, der hinter Dutzenden von Datenlecks bei öffentlichen Einrichtungen, Sportverbänden und privaten Organisationen im ganzen Land stecken soll, teilten Staatsanwälte am Mittwoch mit.
## Festnahme von 'HexDex'
Der Verdächtige, ein 20-Jähriger, der online als **HexDex** bekannt ist, wurde am Montag in Westfrankreich in Polizeigewahrsam genommen. Dies geschah im Rahmen einer Untersuchung, die von der Cybercrime-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft geleitet wird. Lokale Medien berichteten, dass die Person seit Ende 2025 mit rund 100 gemeldeten Website-Einbrüchen in Verbindung gebracht wird.
Der Verdächtige gab zu, das Pseudonym HexDex verwendet zu haben, um die Verantwortung für Hacks zu übernehmen und gestohlene Daten auf Cybercrime-Marktplätzen wie **BreachForum** und **Darkforum** zu veröffentlichen, so die Staatsanwaltschaft. Die Behörden beschlagnahmten das Darkforum-Konto und die Computerausrüstung des Verdächtigen, die nun einer forensischen Analyse unterzogen werden.
## Ziele der Angriffe
Französische Beamte sagten, der Hacker habe eine breite Palette von Organisationen ins Visier genommen, darunter eine Reihe nationaler Sportverbände – darunter Segeln, Leichtathletik, Motorsport, Turnen, Skisport, Rugby League, Aikido, Hochschulsport, Bergsteigen und Klettern sowie Parasport.
Zu den weiteren Opfern gehörten Lebensmittelbanken, Hotelketten wie **Logis Hôtels France** und **Brit Hotel** sowie die Konzerthalle **Philharmonie de Paris**.
Die Behörden brachten den Verdächtigen auch mit einem Einbruch in die „Compas“-Datenbank des französischen **Bildungsministeriums** in Verbindung, einem HR-System zur Verwaltung von Lehramtsanwärtern an Grund- und Sekundarschulen.
Dieser Cyberangriff Mitte März legte persönliche Daten von rund 243.000 Mitarbeitern offen, die meisten davon Lehrer. Zu den kompromittierten Daten gehörten Namen, Adressen, Telefonnummern und Abwesenheitsaufzeichnungen der Mitarbeiter.
Ermittler glauben auch, dass der Verdächtige ein staatliches Waffeninformationssystem durchbrochen hat, das Aufzeichnungen von Waffenbesitzern enthält, wie französische Medien berichten.
## Laufende Ermittlungen
Französische Behörden untersuchen mehrere kürzlich aufgetretene hochkarätige Datenlecks. Im Januar verhaftete die Polizei einen 18-Jährigen, der verdächtigt wurde, persönliche Daten von mehr als einer Million Mitgliedern des französischen Schützenverbandes (**FFT**) geleakt und weiterverkauft zu haben.
Separat teilten französische Beamte Anfang dieser Woche mit, dass ein Cyberangriff auf die Website der **Nationalen Agentur für sichere Dokumente (ANTS)** – dem staatlichen Portal für die Verwaltung von Ausweisdokumenten und Führerscheinen – möglicherweise persönliche Daten von Nutzern offengelegt hat.
Die Behörden haben nicht angegeben, ob der diese Woche festgenommene Verdächtige mit diesen Vorfällen in Verbindung steht. Die Ermittlungen zu den jüngsten Datenlecks dauern an.

