FTC warnt Tech-Giganten wegen Nichteinhaltung der Entfernung nicht einvernehmlicher Bilder
Die **Federal Trade Commission (FTC)** hat Dutzende großer Tech-Unternehmen verwarnt und ihnen vorgeworfen, das **Take It Down Act (TIDA)** nicht einzuhalten. Die FTC behauptet, dass diese Unternehmen keine angemessenen Mechanismen bereitstellen, damit Nutzer die Entfernung nicht einvernehmlich geteilter intimer Bilder beantragen können, und ihnen drohen erhebliche Geldstrafen.
Die **Federal Trade Commission (FTC)** geht gegen Tech-Unternehmen vor, die das **Take It Down Act (TIDA)** nicht einhalten, ein Gesetz zum Schutz von Personen vor der Verbreitung nicht einvernehmlich geteilter intimer Bilder. Die Behörde hat letzte Woche an zwölf große Unternehmen Schreiben verschickt, in denen sie auf die Nichteinhaltung der Anforderungen des Gesetzes hingewiesen werden.
### TIDA-Anforderungen
Das im Mai 2025 in Kraft getretene **Take It Down Act (TIDA)** verpflichtet Online-Plattformen, Einzelpersonen einen klaren und einfachen Prozess zur Verfügung zu stellen, um die Entfernung von intimen Bildern zu beantragen, die ohne ihre Zustimmung geteilt wurden. Darüber hinaus müssen diese Plattformen solche Bilder innerhalb von 48 Stunden nach Erhalt eines gültigen Antrags löschen. Zu den unter das Gesetz fallenden Plattformen gehören Websites, Apps und Online-Dienste, die nutzergenerierte Inhalte hosten oder regelmäßig intime Bilder veröffentlichen.
### FTC-Durchsetzung
Die von der FTC versandten Schreiben fordern die Unternehmen auf, „sofort die Einhaltung“ des Gesetzes sicherzustellen. Andernfalls drohen Geldstrafen von bis zu 53.088 US-Dollar pro Verstoß. Laut FTC sollten die angesprochenen Unternehmen:
* Eine klare und auffällige Mitteilung über **TIDA** auf ihrer Startseite und überall dort, wo intime Inhalte erscheinen könnten, implementieren.
* Den Antragsprozess vereinfachen, damit Nutzer die Entfernung direkt vom Foto oder Video aus beantragen können.
* Eine „Identifikationsnummer“ für jeden Antrag bereitstellen, damit Opfer den Fortschritt der Entfernung leicht verfolgen können.
**FTC**-Vorsitzender Andrew Ferguson erklärte: „Wir sind bereit, die Einhaltung zu überwachen, Verstöße zu untersuchen und das **Take It Down Act** durchzusetzen. Der Schutz von Schwachen – insbesondere Kindern – vor diesem schädlichen Missbrauch hat für diese Behörde und diese Regierung höchste Priorität.“
### Empfohlene Technologien
Die **FTC** riet den Unternehmen außerdem, Hashing oder andere Technologien zu verwenden, um sicherzustellen, dass alle Duplikate schädlicher Inhalte gleichzeitig entfernt werden. Die Behörde schlägt vor, dass Tech-Unternehmen ihre Hashes für Bilder, die Minderjährige darstellen, mit dem **National Center for Missing and Exploited Children** und für Bilder von Erwachsenen mit **StopNCII.org** teilen. Das Teilen dieser Hashes über Plattformen hinweg kann die Verbreitung der Bilder erheblich einschränken.
### Angesprochene Unternehmen
Die Schreiben wurden an folgende Unternehmen gesendet:
* **Alphabet**
* **Amazon**
* **Apple**
* **Automattic**
* **Bumble**
* **Discord**
* **Match Group**
* **Meta**
* **Microsoft**
* **Pinterest**
* **Reddit**
* **SmugMug**
* **Snapchat**
* **TikTok**
* **X**
### Kontext
Die Durchsetzung des **Take It Down Act** erfolgt, nachdem **xAI**s Grok-Chatbot wegen der Generierung von Millionen von nudifizierten Bildern kritisiert wurde, was die dringende Notwendigkeit wirksamer Vorschriften und der Rechenschaftspflicht von Plattformen unterstreicht.