Googles KI-gestützte Ransomware-Erkennung für Google Drive jetzt allgemein verfügbar
Google hat die allgemeine Verfügbarkeit seiner KI-gestützten Ransomware-Erkennungsfunktion für Google Drive bekannt gegeben. Diese Funktion ist für zahlende Nutzer standardmäßig aktiviert und zielt darauf ab, die Auswirkungen von Ransomware-Angriffen zu minimieren, indem die Dateisynchronisierung bei Erkennung sofort unterbrochen wird.

**Google Drive** verfügt nun über eine KI-gesteuerte Ransomware-Erkennungsfunktion, die allgemein verfügbar und für alle zahlenden Nutzer standardmäßig aktiviert ist. Diese Verbesserung wurde ursprünglich im September 2025 angekündigt und Anfang Oktober als Beta-Version für **Google Workspace**-Kunden ausgerollt.
### Sofortige Reaktion auf Ransomware-Angriffe
Wenn **Google Drive** einen Ransomware-Angriff erkennt, wird die Dateisynchronisierung sofort unterbrochen. Diese Aktion benachrichtigt sowohl Nutzer als auch IT-Administratoren über den Vorfall und reduziert so den potenziellen Schaden erheblich. Obwohl die Funktion die Verschlüsselung auf dem kompromittierten Rechner nicht verhindern kann, stellt sie sicher, dass in **Google Drive** gespeicherte Dokumente geschützt und wiederherstellbar bleiben.
### Wiederherstellung von Dateien
Nach der Erkennung und Blockierung eines Angriffs erhalten Nutzer detaillierte Anweisungen zur Wiederherstellung beschädigter Dateien mithilfe des **Drive**-Wiederherstellungstools. Dieses Tool ermöglicht es Nutzern, die von der Ransomware vorgenommenen Änderungen rückgängig zu machen.
"Wenn die Ransomware-Erkennung aktiviert ist, werden Dateien auf Ransomware gescannt, wenn sie von einem Desktop-Computer auf **Drive** synchronisiert werden", erklärt **Google**. "Wenn ransomware-verschlüsselte Dateien gefunden werden, wird die Desktop-Synchronisierung pausiert. Der betroffene Nutzer erhält eine E-Mail-Benachrichtigung und eine Benachrichtigung in **Drive**, und es wird eine Benachrichtigung in der **Google Admin-Konsole** erstellt."
Laut **Google** haben sich die Erkennungsfähigkeiten der Funktion seit der Beta-Phase erheblich verbessert. "Im Vergleich zur Beta-Phase können wir jetzt noch mehr Arten von Ransomware-Verschlüsselungen erkennen und das schneller. Unser neuestes KI-Modell erkennt 14-mal mehr Infektionen, was zu einem noch umfassenderen Schutz führt", so das Unternehmen.
### Verfügbarkeit und Konfiguration
Die Ransomware-Erkennungsfunktion ist standardmäßig für alle Nutzer in Organisationen mit Business-, Enterprise-, Education- und Frontline-Lizenzen aktiviert. Die Dateiwiederherstellungsfunktion ist für alle **Google Workspace**-Kunden, **Workspace** Individual-Abonnenten und Nutzer mit persönlichen **Google**-Konten verfügbar.
Obwohl standardmäßig aktiviert, können Administratoren die Funktion für ihre Organisationen über die **Admin-Konsole** unter Apps > **Google Workspace** > Einstellungen für **Drive** und Docs > Malware und Ransomware deaktivieren.
Um Erkennungsbenachrichtigungen zu aktivieren, müssen Administratoren die neueste Version von **Google Drive** für Desktop (v.114 oder höher) auf allen Endpunkten installieren. Die Dateisynchronisierung wird jedoch auch bei älteren Versionen pausiert, um ein grundlegendes Schutzniveau zu gewährleisten.
### Konkurrierende Lösungen
**Microsoft** bietet ebenfalls **OneDrive** Ransomware-Erkennung und -Wiederherstellung für **Microsoft 365**-Abonnenten an, die die Cloud zum Speichern und Synchronisieren ihrer Dateien nutzen. **Dropbox**, ein weiterer beliebter Cloud-Speicherdienst, bietet ähnliche Funktionen für Kunden mit Business Plus-, Advanced- oder Enterprise-Plänen sowie für Standard- oder Business-Pläne mit dem Security-Add-on an.
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