GSA's geplante KI-Beschaffungsregeln werfen Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit auf
Neue Richtlinien der **General Services Administration (GSA)** zur Beschaffung von KI werfen Alarm. Kritiker argumentieren, dass die Regeln den Zugang der Regierung über Datenschutz und Sicherheit stellen und Schutzmaßnahmen für KI-Systeme potenziell schwächen.
Der anhaltende Kampf des **Verteidigungsministeriums** mit **Anthropic** über den Einsatz von KI zur Massenüberwachung unterstreicht eine kritische Debatte. Nun versucht die **GSA**, die staatlichen Beschaffungsregeln neu zu schreiben, was diese Bedenken potenziell verschärfen könnte.
### Beschaffung als Politik
Die Nutzung von Beschaffungsmaßnahmen zur Erreichung politischer Ziele ist eine gängige Praxis. Regierungen stellen Ressourcen für Projekte bereit, die dem öffentlichen Interesse entsprechen, wie z. B. Open-Source-Software oder das Recht auf Reparatur, während sie solche mit unzureichender Sicherheit meiden, wie bei zwielichtigen Auftragnehmern und deren Datenlecks zu sehen war.
### GSA's neue Richtlinien
Die vorgeschlagenen Regeln der **GSA**, die darauf abzielen, "ideologisch neutrale" amerikanische KI-Innovation zu fördern, gehen weit darüber hinaus. Stellungnahmen des **Center for Democracy and Technology**, des **Protect Democracy Project** und des **Electronic Privacy Information Center** enthüllen Bestimmungen, die KI-Tools unsicherer und weniger nützlich machen könnten.
Sie können die vollständigen Stellungnahmen [hier](https://www.eff.org/document/gsar-552239-7001-basic-safeguarding-artificial-intelligence-systems) lesen.
### "Alle rechtmäßigen Zwecke"
Ein Hauptanliegen ist die Anforderung, dass Auftragnehmer ihre KI-Systeme der Regierung für "alle rechtmäßigen Zwecke" lizenzieren müssen. Angesichts der Geschichte der Regierung mit weitreichenden rechtlichen Auslegungen und Überwachungspraktiken birgt dies ernsthafte Datenschutzrisiken. Das Potenzial für den Missbrauch persönlicher Daten ist erheblich, selbst bei routinemäßigen bürokratischen Daten.
### Deaktivierung von Sicherheitsmaßnahmen
Die Entwurfsregeln schreiben auch vor, dass "KI-System(e) keine Daten-Outputs verweigern oder Analysen basierend auf den diskretionären Richtlinien des Auftragnehmers oder Dienstleisters durchführen dürfen." Das bedeutet, dass Unternehmen gezwungen sein könnten, Sicherheitsmaßnahmen zu deaktivieren, wenn die Regierung Daten anfordert, die diese Maßnahmen sonst blockieren würden. Die Einschränkung notwendiger Schutzmaßnahmen ist ein fehlgeleiteter Ansatz angesichts der öffentlichen Bedenken hinsichtlich der KI-Sicherheit.
### Weitere Probleme
Über diese Hauptprobleme hinaus enthalten die Entwurfsregeln weitere problematische Elemente, darunter technologisch inkohärente "Anti-Woke"-Anforderungen. Die übergreifende Sorge ist, dass der Vorschlag Datenschutz, Sicherheit und verantwortungsvolle technologische Innovation nicht fördert. Kritiker drängen die **GSA**, die Regeln zu überdenken und zu überarbeiten, um dem öffentlichen Interesse besser zu dienen.