Instructure-Datenleck: ShinyHunters behaupten, 280 Millionen Datensätze von Canvas-Nutzern gestohlen zu haben
Das Bildungs-Technologieunternehmen **Instructure**, bekannt für sein Lernmanagementsystem **Canvas**, sieht sich mit einem erheblichen Datenleck konfrontiert. Die Erpressergruppe **ShinyHunters** behauptet, 280 Millionen Datensätze von Schülern und Mitarbeitern tausender Bildungseinrichtungen gestohlen zu haben.

**Instructure**, das Unternehmen hinter dem beliebten Lernmanagementsystem (LMS) **Canvas**, steht vor einem schwerwiegenden Cybersicherheitsvorfall. Ein kürzlicher Einbruch hat offenbar die Daten von Millionen von Schülern und Mitarbeitern zahlreicher Bildungseinrichtungen offengelegt.
### Details zum Datenleck
Am vergangenen Freitag gab **Instructure** bekannt, dass das Unternehmen einen Cyberangriff untersuche, der sich später als Datenleck herausstellte. Benutzernamen, E-Mail-Adressen und private Nachrichten waren potenziell betroffen.
Die Erpressergruppe **ShinyHunters** hat die Verantwortung für den Angriff übernommen und behauptet, 280 Millionen Datensätze von Schülern, Lehrern und Mitarbeitern exfiltriert zu haben. Diese Daten stammen angeblich von 8.809 Colleges, Schulbezirken und Online-Bildungsplattformen, die **Canvas** nutzen.

*Instructure-Eintrag auf der ShinyHunters-Datenleck-Seite*
**ShinyHunters** hat eine Liste der angeblich betroffenen Bildungseinrichtungen veröffentlicht, zusammen mit der Anzahl der Datensätze für jede. Diese Zahlen reichen von Zehntausenden bis zu mehreren Millionen pro Institution. BleepingComputer hat sich entschieden, die Liste der betroffenen Institutionen aufgrund fehlender unabhängiger Verifizierung nicht zu veröffentlichen.
Die Angreifer behaupten, die Exportfunktionen von **Canvas**, einschließlich DAP-Abfragen, Provisionierungsberichten und Benutzer-APIs, genutzt zu haben, um Hunderte von Gigabyte an Benutzerdatensätzen, Nachrichten und Anmeldedaten zu sammeln.
### Reaktion der Institutionen
Obwohl **Instructure** noch keine Stellungnahme angefordert hat, haben einige Universitäten begonnen, Erklärungen zu den potenziellen Auswirkungen abzugeben:
* Die **University of Colorado Boulder** warnte vor einem landesweiten Datenleck, das mehrere Institutionen betrifft, die **Canvas** nutzen.
* **Rutgers** erklärte, dass sie nicht über direkte Auswirkungen auf ihren Campus informiert worden seien und **Canvas** weiterhin betriebsbereit sei.
* Die **Tilburg University** untersucht den Vorfall und versucht, das Ausmaß der Auswirkungen auf ihre Studenten und Mitarbeiter zu ermitteln.
BleepingComputer hat sich mit **Instructure** in Verbindung gesetzt, um weitere Informationen zu erhalten, und wird diese Geschichte aktualisieren, sobald weitere Details verfügbar sind.
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