INTERPOLs 'Operation Ramz' fasst über 200 Verdächtige für Cyberkriminalität in der MENA-Region
**INTERPOL**s 'Operation Ramz' führte zur Festnahme von über 200 Personen im Nahen Osten und Nordafrika wegen Cyberkriminalität. Die Operation führte auch zur Beschlagnahmung von 53 Servern, die für Phishing, Malware-Verteilung und Online-Betrug genutzt wurden und Tausende von Opfern betrafen.
Über 200 Personen wurden während **INTERPOL**s Operation Ramz, die sich auf den Nahen Osten und Nordafrika konzentrierte, wegen Cyberkriminalität festgenommen.
Die Strafverfolgungsbehörden identifizierten außerdem weitere 382 Verdächtige in 13 Ländern (Algerien, Bahrain, Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, Katar, Tunesien und die VAE).
# Operation Ramz: Zerschlagung der Cyberkriminalitätsinfrastruktur
Zusätzlich zu den Festnahmen beschlagnahmten die Behörden 53 Server, die für Phishing, Malware und Online-Betrug genutzt wurden und mindestens 3.867 bestätigte Opfer betrafen, wie aus fast 8.000 von den Geräten abgerufenen Sicherheitspaketen hervorgeht.
„Die Operation konzentrierte sich auf die Neutralisierung von Phishing- und Malware-Bedrohungen sowie auf die Bekämpfung von Cyberbetrug, der der Region erhebliche Kosten verursacht“, heißt es in der **INTERPOL**-Mitteilung.

*Beschlagnahmte Geräte in Jordanien. Quelle: INTERPOL*
**INTERPOL** arbeitete mit mehreren privaten Cybersicherheitsfirmen zusammen, um die bösartige Infrastruktur zu verfolgen, darunter **Kaspersky**, **Group-IB**, **The Shadowserver Foundation**, **Team Cymru** und **TrendAI**.
# Wichtige Highlights der Operation Ramz
Einige Highlights der 'Operation Ramz' sind:
* Sicherung kompromittierter Geräte, die unwissentlich zur Verbreitung von Malware in Katar verwendet wurden
* Zerschlagung einer Investmentbetrugsoperation in Jordanien, bei der 15 ausgebeutete Arbeiter aus Asien gezwungen wurden, Betrugssysteme durchzuführen; zwei Organisatoren wurden festgenommen
* Deaktivierung eines anfälligen, mit Malware infizierten Servers mit sensiblen Daten in Oman
* Abschaltung einer Phishing-as-a-Service-Plattform in Algerien und Festnahme eines Verdächtigen
* Beschlagnahmung von Geräten und Bankdaten, die mit Phishing-Operationen in Marokko in Verbindung stehen, wobei mehrere Verdächtige strafrechtlich verfolgt werden
Dies ist die dritte große Cyberkriminalitätsbekämpfungsoperation, die **INTERPOL** in diesem Jahr abgeschlossen hat.
Im März kündigten die Behörden die 'Operation Synergia III' an, die zur Übernahme von 45.000 bösartigen IP-Adressen, zur Beschlagnahmung von 212 Geräten und Servern sowie zur Festnahme von 94 Personen in 72 Ländern wegen Beteiligung an Phishing, Hacking, Betrug und Malware-Verteilung führte.
Zuvor, im Februar, kündigte **INTERPOL** die Festnahme von 651 Verdächtigen in 16 afrikanischen Ländern im Rahmen der 'Operation Red Card 2.0' an, die auf Investmentbetrug, Mobile-Money-Betrug und gefälschte Kredit-Apps mit Verlusten von mehr als 45 Millionen US-Dollar abzielte.