Iranische Hacker zielen auf Rockwell Automation PLCs in kritischer US-Infrastruktur
US-Bundesbehörden warnen vor zunehmenden Cyberangriffen iranischer staatlich unterstützter Gruppen auf programmierbare Logiksteuerungen (PLCs) von **Rockwell Automation/Allen-Bradley**. Diese seit März 2026 andauernden Angriffe zielen darauf ab, den Betrieb zu stören und finanzielle Verluste in den kritischen Infrastrukturnetzwerken der USA zu verursachen.

Mit dem Iran verbundene Hacker greifen aktiv Tausende von internetexponierten programmierbaren Logiksteuerungen (PLCs) von **Rockwell Automation** in Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturnetzwerke der USA an.
Laut einer gemeinsamen Warnung mehrerer US-Bundesbehörden zielen staatlich unterstützte iranische Hacking-Gruppen seit März 2026 auf **Rockwell Automation/Allen-Bradley** PLC-Geräte ab, was zu Betriebsunterbrechungen und finanziellen Verlusten führt.
"Die iranisch-affinen APT-Zielkampagnen gegen US-Organisationen haben kürzlich zugenommen, wahrscheinlich als Reaktion auf die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten und Israel", warnten die verfassenden Behörden.
Das **FBI** hat bestätigt, dass diese Aktivität zur Extraktion der Projektdatei des Geräts und zur Datenmanipulation auf HMI- und SCADA-Anzeigen führte.
### Exponierte PLCs: Ein erhebliches Risiko
Das Cybersicherheitsunternehmen **Censys** berichtet, dass weltweit über 5.200 industrielle Steuerungssysteme online exponiert sind, wobei ein erheblicher Teil aus den Vereinigten Staaten stammt.
"Censys-Daten identifizieren weltweit 5.219 internetexponierte Hosts, die auf EtherNet/IP (EIP) reagieren und sich selbst als **Rockwell Automation/Allen-Bradley**-Geräte identifizieren", erklärte Censys.
"Die Vereinigten Staaten machen 74,6 % der globalen Exposition (3.891 Hosts) aus, mit einem unverhältnismäßig hohen Anteil an Mobilfunkanbieter-ASNs, was auf im Feld eingesetzte Geräte über Mobilfunkmodems hindeutet."

*Internetexponierte Rockwell/Allen Bradley PLCs (Censys)*
### Abhilfemaßnahmen
Um sich gegen diese laufenden Angriffe zu verteidigen, wird Netzwerkverteidigern empfohlen:
* PLCs mit einer Firewall sichern oder vom Internet trennen.
* Logs auf Anzeichen bösartiger Aktivitäten scannen.
* Auf verdächtigen Datenverkehr auf OT-Ports prüfen (insbesondere wenn er von ausländischen Hosting-Anbietern stammt).
* Multifaktor-Authentifizierung (MFA) für den Zugriff auf OT-Netzwerke erzwingen.
* Alle PLC-Geräte auf dem neuesten Stand halten.
* Nicht verwendete Dienste und Authentifizierungsmethoden deaktivieren.
### Echos vergangener Angriffe
Diese Kampagne folgt auf ähnliche Angriffe von vor fast drei Jahren, als eine mit dem iranischen Revolutionsgarden (IRGC) verbundene Bedrohungsgruppe, die als **CyberAv3ngers** verfolgt wird, Schwachstellen in US-basierten **Unitronics** Operational Technology (OT)-Systemen ausnutzte. **CyberAv3ngers** kompromittierte zwischen November 2023 und Januar 2024 mindestens 75 **Unitronics** PLC-Geräte, wobei die Hälfte davon kritische Infrastrukturnetzwerke für Wasser- und Abwassersysteme in den Vereinigten Staaten betraf.
Kürzlich löschte die Hacktivistengruppe **Handala** (verbunden mit dem iranischen Ministerium für Nachrichtendienste und Sicherheit) etwa 80.000 Geräte aus dem Netzwerk des US-Medizintechnikriesen **Stryker**, darunter mobile Geräte von Mitarbeitern und unternehmensverwaltete PCs.