Kambodschanischer Finanzmanager wegen Betrugsermittlungen nach China ausgeliefert
Ein ehemaliger Vorsitzender eines kambodschanischen Finanzkonglomerats, **Li Xiong**, der der Geldwäsche für Online-Betrugsoperationen beschuldigt wird, wurde nach China ausgeliefert. Die **Huione Group**, deren Vorsitzender Xiong war, wurde aufgrund ihrer Beteiligung an der Ermöglichung von Cyberkriminalität als "Amazon für Kriminelle" bezeichnet.
Kambodschanische Behörden haben am Mittwoch **Li Xiong**, den ehemaligen Vorsitzenden der **Huione Group**, nach China ausgeliefert. Xiong wird beschuldigt, Geld für die Betrugsindustrie gewaschen zu haben, was eine bedeutende Entwicklung im anhaltenden Vorgehen gegen Cyberkriminalitätsoperationen in der Region darstellt.
### Rolle der Huione Group in der Cyberkriminalität
Die **Huione Group** unter Xiongs Führung betrieb verschiedene Online-Plattformen, darunter eine Online-Banking-Sparte, eine Kryptowährungsbörse und einen Online-Marktplatz. Diese Plattformen dienten angeblich als Infrastruktur für Cyberkriminelle und brachten der Gruppe den Spitznamen "Amazon für Kriminelle" ein.
### Verbindungen zu anderen kriminellen Organisationen
Chinesische Staatsmedien zitierten das Ministerium für öffentliche Sicherheit und brachten Xiong mit **Chen Zhi**, dem ehemaligen Leiter der **Prince Group**, in Verbindung. Zhi wurde kürzlich verhaftet und nach China ausgeliefert, weil er angeblich ein Betrugsunternehmen im Wert von mehreren Milliarden Dollar beaufsichtigt haben soll. Xiong wird als "Schlüsselmitglied des kriminellen Syndikats von **Chen Zhi**" beschrieben und steht unter Verdacht auf verschiedene Verbrechen, darunter der Betrieb von Spielhöllen, Betrug und Geldwäsche.
### Vorgehen gegen Betrugsoperationen in Kambodscha
Xiongs Verhaftung fällt mit einem breiteren Vorgehen in Kambodscha zusammen, das auf Betrugsoperationen abzielt, die jahrelang gediehen sind. Die kambodschanische Regierung hat zugesagt, Betrugskomplexe bis Ende April aus ihrem Hoheitsgebiet zu eliminieren. Razzien in diesen Einrichtungen haben das Ausmaß des Menschenhandels und der Zwangsarbeit aufgedeckt, die in diese Betrügereien verwickelt sind, wobei gerettete Arbeiter oft ohne Ressourcen oder rechtliche Dokumente zurückbleiben.
### Beteiligung des US-Finanzministeriums
Im Mai 2025 bezeichnete das Financial Crimes Enforcement Network (**FinCEN**) des US-Finanzministeriums die **Huione Group** als "Finanzinstitut von primärer Geldwäschebedenken". **FinCEN** beschuldigte die Gruppe, Milliarden von Dollar an illegalen Geldern gewaschen zu haben, darunter Erlöse aus Cyberangriffen von nordkoreanischen Hackern und transnationalen kriminellen Gruppen.
Laut dem Finanzministerium wusch **Huione** zwischen August 2021 und Januar 2025 mindestens 4 Milliarden Dollar an illegalen Geldern. Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die **Huione Group** zum "Marktplatz der Wahl" für bösartige Cyberakteure geworden sei, darunter die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK), die Amerikanern Milliarden von Dollar gestohlen hätten.
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