Kraken von Erpressern ins Visier genommen, nachdem Insider-Bedrohung Kundendaten preisgibt
Die Kryptowährungsbörse **Kraken** sieht sich einem Erpressungsversuch gegenüber, nachdem eine Cybercrime-Gruppe damit gedroht hat, Videos mit internen Systemen und Kundendaten zu veröffentlichen. Das Unternehmen versichert, dass keine Kundengelder gefährdet sind und weigert sich, mit den Angreifern zu verhandeln.

**Kraken**, ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Kryptowährungsbörsen, hat angekündigt, Ziel eines Erpressungsversuchs zu sein, nachdem es zu einem Vorfall mit einer Insider-Bedrohung gekommen war.
### Insider-Zugriff und Erpressung
Laut **Nick Percoco**, Chief Security Officer von **Kraken**, beinhaltete der Vorfall zwei Fälle von unbefugtem Zugriff auf begrenzte Kundendaten durch Support-Mitarbeiter. Die Angreifer drohen nun damit, Videos von **Kraken**s internen Systemen mit Kundendaten zu veröffentlichen, sofern ihre Forderungen nicht erfüllt werden.
"Wir werden derzeit von einer kriminellen Gruppe erpresst, die damit droht, Videos unserer internen Systeme mit Kundendaten zu veröffentlichen, wenn wir ihren Forderungen nicht nachkommen", erklärte **Percoco**.
**Kraken** hat entschieden erklärt, dass es nicht zahlen oder mit den Angreifern verhandeln wird.
### Begrenzte Auswirkungen und schnelle Reaktion
**Kraken** berichtet, dass der Vorfall etwa 2.000 Konten betraf, was nur 0,02 % seiner Nutzerbasis ausmacht. Die offengelegten Informationen beschränken sich Berichten zufolge auf Daten aus dem Kundensupport.
Das Unternehmen gibt an, dass es nach Erhalt von Hinweisen auf die Videos schnell reagierte, indem es den Zugriff der Mitarbeiter widerrief, Untersuchungen einleitete und Kontrollen verstärkte. Betroffene Nutzer wurden direkt benachrichtigt.
### Rechtliche Schritte und Strafverfolgung
**Kraken** verfolgt rechtliche Schritte gegen die am Erpressungsversuch Beteiligten und arbeitet eng mit den Bundesbehörden in mehreren Gerichtsbarkeiten zusammen.
### Ein breiteres Branchenproblem
Insider-Bedrohungen und böswillige Rekrutierung sind ein wachsendes Problem im Kryptowährungssektor. Mitte 2025 erlebte **Coinbase** eine Datenpanne, nachdem Hacker Mitarbeiter einer Kundensupport-Agentur in Indien bestochen hatten, um private Kundensupport-Informationen preiszugeben, was 70.000 Kunden betraf und zu geschätzten finanziellen Schäden von 400 Millionen US-Dollar führte.