Kritische Authentifizierungs-Bypass-Schwachstelle in Hangzhou Xiongmai XM530 IP-Kameras entdeckt
Eine kritische Schwachstelle wurde in den **Hangzhou Xiongmai Technology Co., Ltd** XM530 IP-Kameras identifiziert, die potenziell unbefugten Fernzugriff ermöglicht. Der Fehler, der als **CVE-2025-65856** verfolgt wird, resultiert aus einer fehlenden Authentifizierungsprüfung für kritische Funktionen, wodurch sensible Informationen und Live-Videostreams offengelegt werden.
## Authentifizierungs-Bypass legt Xiongmai IP-Kameras offen
Sicherheitsforscher haben eine bedeutende Schwachstelle in den **Hangzhou Xiongmai Technology Co., Ltd** XM530 IP-Kameras aufgedeckt. Die Schwachstelle, die als **CVE-2025-65856** bezeichnet wird, könnte es Angreifern ermöglichen, die Authentifizierung zu umgehen und Fernzugriff auf sensible Informationen und Live-Videostreams der betroffenen Geräte zu erhalten.
### Details zur Schwachstelle
Die Schwachstelle liegt in der **ONVIF**-Implementierung der Kamera-Firmware (V5.00.R02.000807D8.10010.346624.S.ONVIF_21.06). Eine fehlende Durchsetzung der Authentifizierung an 31 kritischen Endpunkten ermöglicht den direkten, unbefugten Zugriff auf Videostreams. Das bedeutet, dass ein Angreifer potenziell Live-Videos ohne jegliche Authentifizierung ansehen könnte.
Die Common Weakness Enumeration (**CWE**) im Zusammenhang mit dieser Schwachstelle ist **CWE-306**, was für 'Missing Authentication for Critical Function' steht.
### Betroffene Produkte
* **Hersteller:** Hangzhou Xiongmai Technology Co., Ltd
* **Produkt:** Hangzhou Xiongmai Technology Co., Ltd IP Camera XM530V200_X6-WEQ_8M
* **Firmware-Version:** V5.00.R02.000807D8.10010.346624.S.ONVIF_21.06
* **Status:** Bekannt betroffen
### Auswirkungen
Eine erfolgreiche Ausnutzung dieser Schwachstelle könnte einem Angreifer vollständigen Fernzugriff auf das Gerät gewähren und ihm ermöglichen:
* Live-Videostreams anzusehen.
* Auf sensible Geräteinformationen zuzugreifen.
* Potenziell Geräteeinstellungen zu manipulieren (abhängig vom Umfang der offengelegten Endpunkte).
### Abhilfemaßnahmen
Die **CISA** (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) empfiehlt die folgenden Maßnahmen zur Risikominimierung bei Ausnutzung:
* Minimieren Sie die Netzwertexposition aller Steuerungsgeräte und -systeme und stellen Sie sicher, dass diese nicht aus dem Internet erreichbar sind.
* Platzieren Sie Steuerungsnetzwerke und entfernte Geräte hinter Firewalls und isolieren Sie sie von Geschäftsnetzwerken.
* Wenn Fernzugriff erforderlich ist, verwenden Sie sicherere Methoden wie Virtual Private Networks (**VPNs**). Beachten Sie, dass VPNs Schwachstellen aufweisen können und auf die aktuellste verfügbare Version aktualisiert werden sollten. Beachten Sie auch, dass VPNs nur so sicher sind wie die verbundenen Geräte.
* Implementieren Sie empfohlene Cybersicherheitsstrategien zur proaktiven Verteidigung von ICS-Assets.
* Vermeiden Sie das Klicken auf Weblinks oder das Öffnen von Anhängen in unerbetenen E-Mail-Nachrichten.
### Danksagungen
Die **CISA** bestätigte, dass ein öffentlicher Proof of Concept (**PoC**) von Luis Miranda Acebedo entdeckt und erstellt wurde, der ihn an **MITRE** meldete.
### Referenzen
* [CISA Advisory](https://github.com/cisagov/CSAF/blob/develop/csaf_files/OT/white/2026/icsa-26-113-05.json)
* [CVE-2025-65856](https://www.cve.org/CVERecord?id=CVE-2025-65856)