Kritische Authentifizierungs-Bypass-Schwachstelle in MOVEit Automation behoben
**Progress Software** hat Patches für zwei Sicherheitslücken in **MOVEit Automation** veröffentlicht, darunter eine kritische Schwachstelle, die einen Authentifizierungs-Bypass ermöglicht. Eine erfolgreiche Ausnutzung dieser Schwachstellen könnte zu unbefugtem Zugriff, administrativer Kontrolle und Datenoffenlegung führen.

**Progress Software** hat zwei Sicherheitslücken in **MOVEit Automation**, einer Managed File Transfer (MFT) Lösung, die häufig in Unternehmensumgebungen eingesetzt wird, geschlossen.
### Details zu den Schwachstellen
Die Schwachstellen sind:
* **CVE-2026-4670** (CVSS-Score: 9.8): Eine Schwachstelle, die einen Authentifizierungs-Bypass ermöglicht.
* **CVE-2026-5174** (CVSS-Score: 7.7): Eine Schwachstelle aufgrund fehlerhafter Eingabevalidierung, die eine Eskalation von Berechtigungen ermöglichen könnte.
Laut dem Advisory von **Progress Software** könnten diese Lücken "einen Authentifizierungs-Bypass und eine Eskalation von Berechtigungen über die Backend-Befehlsport-Schnittstellen des Dienstes ermöglichen", was potenziell zu "unbefugtem Zugriff, administrativer Kontrolle und Datenoffenlegung" führen könnte.
### Betroffene Versionen
Die folgenden Versionen sind betroffen und sollten aktualisiert werden:
* MOVEit Automation <= 2025.1.4 (Behoben in MOVEit Automation 2025.1.5)
* MOVEit Automation <= 2025.0.8 (Behoben in MOVEit Automation 2025.0.9)
* MOVEit Automation <= 2024.1.7 (Behoben in MOVEit Automation 2024.1.8)
### Entdeckung und Abhilfemaßnahmen
Die Forscher Anaïs Gantet, Delphine Gourdou, Quentin Liddell und Matteo Ricordeau von **Airbus SecLab** werden für die Entdeckung und Meldung der Schwachstellen geehrt.
Es gibt keine bekannten Workarounds außer der Anwendung der bereitgestellten Patches. Angesichts der Geschichte von Schwachstellen in **MOVEit Transfer**, die von Ransomware-Gruppen wie Cl0p ausgenutzt wurden, wird ein sofortiges Patchen dringend empfohlen.