Kritische 'Copy Fail'-Linux-Schwachstelle wird aktiv ausgenutzt; CISA ordnet sofortige Patches an
Eine kritische Schwachstelle im Linux-Kernel, 'Copy Fail' genannt, wird aktiv ausgenutzt. **CISA** hat die Lücke in seinen Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen und eine sofortige Behebung für Bundesbehörden angeordnet.

Die Cybersicherheits-Community ist in höchster Alarmbereitschaft, nachdem Berichte aufgetaucht sind, dass Angreifer die 'Copy Fail'-Linux-Sicherheitslücke aktiv ausnutzen, nur einen Tag nach ihrer Offenlegung durch **Theori**-Forscher. Die Dringlichkeit ergibt sich aus dem Potenzial für unprivilegierte lokale Benutzer, Root-Privilegien auf betroffenen Systemen zu erlangen.
## CVE-2026-31431: Die 'Copy Fail'-Schwachstelle
Diese als **CVE-2026-31431** verfolgte Sicherheitslücke befindet sich in der kryptografischen Algorithmus-Schnittstelle algif_aead des Linux-Kernels. Die Schwachstelle ermöglicht es lokalen Benutzern, ihre Berechtigungen zu eskalieren, indem sie vier kontrollierte Bytes in den Page Cache jeder lesbaren Datei schreiben. Dies gewährt ihnen Root-Zugriff auf ungepatchte Linux-Systeme.
## Proof-of-Concept-Exploit veröffentlicht
**Theori**-Forscher haben die Schwachstelle öffentlich gemacht und einen Proof-of-Concept (PoC) Exploit in Python veröffentlicht. Laut den Forschern ist der Exploit sehr zuverlässig und erzielt einen "100% zuverlässigen" Root-Zugriff auf **Ubuntu 24.04 LTS**, **Amazon Linux 2023**, **RHEL 10.1** und **SUSE 16** Geräten.
Darüber hinaus behauptet **Theori**, dass dasselbe Exploit-Skript gegen fast jede seit 2017 veröffentlichte Linux-Distribution mit einer anfälligen Kernel-Version verwendet werden kann.
"Dasselbe Skript, vier Distributionen, vier Root-Shells – in einem Durchgang. Dieselbe Exploit-Binärdatei funktioniert unverändert auf jeder Linux-Distribution", erklärte **Theori**. "Wenn Ihr Kernel zwischen 2017 und dem Patch kompiliert wurde – was im Wesentlichen jede Mainstream-Linux-Distribution abdeckt –, sind Sie betroffen."
## Patching-Bemühungen und anfängliche Verzögerungen
Während große Linux-Distributionen begonnen haben, Kernel-Updates zur Behebung der Schwachstelle herauszugeben, stellte **Will Dormann**, Principal Vulnerability Analyst bei Tharros, fest, dass offizielle Updates zum Zeitpunkt der **Theori**-Beratung nicht verfügbar waren.

*Root-Shell auf vier Linux-Distributionen erhalten (Theori)*
## CISA-Anweisung und Empfehlungen
Am Freitag nahm **CISA** die 'Copy Fail'-Schwachstelle in seinen Katalog bekannter ausgenutzter Schwachstellen (KEV) auf. Diese Maßnahme verpflichtet Bundesbehörden des zivilen Exekutivzweigs (FCEB), ihre Linux-Endpunkte und Server bis zum 15. Mai zu patchen, wie in der Binding Operational Directive (BOD) 22-01 festgelegt.
"Diese Art von Schwachstelle ist ein häufiger Angriffsvektor für böswillige Cyberakteure und birgt erhebliche Risiken für das föderale Unternehmen", warnte die US-Cybersicherheitsbehörde.
**CISA** forderte die Behörden auf, "Minderungsmaßnahmen gemäß den Anweisungen des Herstellers anzuwenden, die geltenden BOD 22-01-Richtlinien für Cloud-Dienste zu befolgen oder die Nutzung des Produkts einzustellen, wenn Minderungsmaßnahmen nicht verfügbar sind."
Obwohl BOD 22-01 speziell US-Regierungsbehörden betrifft, rät **CISA** allen Sicherheitsteams dringend, das Patchen von **CVE-2026-31431** zu priorisieren, um ihre Netzwerke zu sichern.
## Jüngste Geschichte von Linux-Kernel-Schwachstellen
Dieser Vorfall folgt dicht auf eine weitere hochgradige Schwachstelle zur Eskalation von Root-Berechtigungen, **CVE-2026-41651** (genannt Pack2TheRoot), die letzten Monat von Linux-Distributionen gepatcht wurde. Diese Schwachstelle bestand über ein Jahrzehnt im PackageKit-Daemon.
[](https://hubs.li/Q04crVgD0)