Kritische Sandbox-Escape-Schwachstelle erneut in Node.js-Bibliothek vm2 entdeckt
Eine kritische Schwachstelle, **CVE-2026-26956**, wurde in der beliebten **vm2** Node.js Sandboxing-Bibliothek entdeckt. Angreifer könnten dadurch potenziell die Sandbox verlassen und beliebigen Code auf dem Host-System ausführen. Dieser Fehler unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der sicheren Isolierung von nicht vertrauenswürdigem Code in JavaScript-Umgebungen.

**CVE-2026-26956** betrifft **vm2** Version 3.10.4, aber auch frühere Versionen könnten betroffen sein. Ein Proof-of-Concept (PoC) Exploit ist öffentlich verfügbar, was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Ausnutzung aufwirft.
### Details zur Schwachstelle
Die Schwachstelle betrifft speziell Umgebungen, die **Node.js** 25 (bestätigt auf Node.js 25.6.1) mit aktivierter WebAssembly-Exception-Behandlung und JSTag-Unterstützung ausführen, so das Advisory des Maintainers.
**vm2** ist eine weit verbreitete Open-Source-Node.js-Bibliothek, die dazu dient, nicht vertrauenswürdigen JavaScript-Code innerhalb einer eingeschränkten Sandbox auszuführen. Sie wird häufig von Online-Coding-Plattformen, Automatisierungstools und SaaS-Anwendungen verwendet, um benutzereigene Skripte vom Host-System zu isolieren und den Zugriff auf sensible Node.js APIs zu verhindern.
Mit über 1,3 Millionen wöchentlichen Downloads auf **npm** (Node Package Manager) könnten die Auswirkungen dieser Schwachstelle erheblich sein.
### Technische Erklärung
**CVE-2026-26956** entsteht durch die fehlerhafte Behandlung von Exceptions zwischen der sandboxed Umgebung und dem Host durch die Bibliothek. **vm2** verlässt sich typischerweise auf JavaScript-basierte Schutzmechanismen und Bridge-Proxies, um vor Host-basierten Fehlern zu schützen. Die WebAssembly-Exception-Behandlung kann diese Abwehrmaßnahmen jedoch umgehen, indem sie JavaScript-Fehler auf einer niedrigeren Ebene innerhalb von **Googles V8**-Engine abfängt.
Durch das Auslösen eines speziell präparierten TypeError mittels Symbol-zu-String-Konvertierung kann ein Angreifer ein Host-seitiges Fehlerobjekt zurück in die Sandbox leaken und dabei die Bereinigungsprozesse von **vm2** umgehen. Dieses geleakte Objekt, das aus der Host-Umgebung stammt, ermöglicht es Angreifern, seine Konstruktor-Kette zu missbrauchen, um wieder Zugriff auf Node.js-Interna wie das Prozess-Objekt zu erlangen und letztendlich die Ausführung beliebiger Befehle auf dem Host-System zu ermöglichen.
Das Sicherheits-Advisory des Maintainers enthält einen PoC-Exploit, der Remote Code Execution demonstriert.
### Abhilfemaßnahmen
Benutzern von **vm2** wird dringend empfohlen, so schnell wie möglich auf Version 3.10.5 oder höher (die neueste Version ist 3.11.2) zu aktualisieren, um das Risiko einer Ausnutzung zu minimieren.
### Frühere Schwachstellen
Dies ist nicht das erste Mal, dass **vm2** von kritischen Sandbox-Escape-Schwachstellen betroffen ist. Anfang dieses Jahres wurde **CVE-2026-22709** entdeckt, die die Ausführung beliebigen Codes auf dem Host-System ermöglichte. Weitere bemerkenswerte Schwachstellen sind **CVE-2023-30547**, **CVE-2023-29017** und **CVE-2022-36067**, was die inhärenten Schwierigkeiten bei der Erstellung robuster JavaScript-Sandboxes unterstreicht.

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