Kritische Schwachstelle im Funnel Builder WordPress Plugin ausgenutzt, um Kreditkartendaten zu stehlen
Eine kritische, nicht authentifizierte Schwachstelle im **Funnel Builder** Plugin für WordPress wird aktiv ausgenutzt, um bösartigen JavaScript-Code in **WooCommerce**-Checkout-Seiten einzuschleusen. Die Lücke ermöglicht es Angreifern, Kreditkarteninformationen und andere Kundendaten zu stehlen. Nutzer werden dringend aufgefordert, sofort auf Version 3.15.0.3 oder höher zu aktualisieren.

Sicherheitsforscher haben die aktive Ausnutzung einer kritischen Schwachstelle im **Funnel Builder** Plugin für WordPress aufgedeckt. Diese Lücke ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, bösartige JavaScript-Snippets in **WooCommerce**-Checkout-Seiten einzuschleusen und potenziell sensible Kundendaten zu kompromittieren.
### Details zur Schwachstelle
Die Schwachstelle, für die derzeit noch keine offizielle **CVE**-Kennung vorliegt, betrifft alle Versionen des Plugins vor 3.15.0.3. **Funnel Builder**, entwickelt von **FunnelKit**, ist ein beliebtes Plugin, das zur Anpassung von Checkout-Seiten mit Funktionen wie One-Click-Upsells und Landing Pages verwendet wird, um die Konversionsraten zu optimieren. Laut WordPress.org-Statistiken ist das Plugin auf über 40.000 Websites aktiv.
### Angriffsvektor
**Sansec** entdeckte die bösartige Aktivität und stellte fest, dass die eingeschleuste **payload** (analytics-reports[.]com/wss/jquery-lib.js) als gefälschtes **Google Tag Manager**/ **Google Analytics**-Skript getarnt ist. Dieses Skript stellt eine WebSocket-Verbindung zu einem externen Speicherort her (wss://protect-wss[.]com/ws).
Angreifer nutzen die Schwachstelle aus, indem sie die globalen Einstellungen des Plugins über einen ungeschützten, öffentlich zugänglichen Checkout-Endpunkt ändern. Dies ermöglicht es ihnen, beliebigen JavaScript-Code in die Einstellung „External Scripts“ des Plugins einzufügen, was zur Ausführung von bösartigem Code auf jeder Checkout-Seite führt.
### Datendiebstahl
Laut **Sansec** liefert der vom Angreifer kontrollierte Server einen angepassten Payment Card Skimmer, der darauf ausgelegt ist, Folgendes zu stehlen:
* Kreditkartennummern
* CVVs
* Rechnungsadressen
* Andere Kundeninformationen
Gestohlene Zahlungskartendaten können für betrügerische Online-Einkäufe verwendet oder auf Dark-Web-Carding-Märkten verkauft werden.
### Behebung
**FunnelKit** hat die Schwachstelle in Version 3.15.0.3 von **Funnel Builder** behoben, die kürzlich veröffentlicht wurde.
Ein Sicherheitsratgeber des Anbieters bestätigt die bösartige Aktivität und gibt an, dass sie „ein Problem identifiziert haben, das es böswilligen Akteuren ermöglichte, Skripte einzuschleusen“.
Website-Besitzer und Administratoren werden dringend gebeten, die Aktualisierung auf die neueste Version des Plugins über das WordPress-Dashboard zu priorisieren. Darüber hinaus ist es unerlässlich, unter `Settings > Checkout > External Scripts` nach verdächtigen oder bösartigen Skripten zu suchen, die möglicherweise von Angreifern hinzugefügt wurden.

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