Kritische Schwachstelle in Fourth Frontier Wearables könnte zu Patientenschäden führen
Eine signifikante Sicherheitslücke wurde in den Geräten Frontier X und Frontier X2 von **Fourth Frontier** identifiziert, die es Angreifern potenziell ermöglichen könnte, klinische Messwerte zu manipulieren und unbefugten Zugriff zu erlangen. Die Schwachstelle, **CVE-2026-5768**, resultiert aus fehlender Authentifizierung für kritische Funktionen und stellt ein ernstes Risiko für die Patientensicherheit und die Datenintegrität dar.
# Kritische Schwachstelle in Fourth Frontier Geräten gefährdet Patientendaten
**CISA** hat eine Warnung bezüglich einer kritischen Schwachstelle herausgegeben, die die mobile Anwendung Frontier X und die Wearable-Geräte Frontier X2 von **Fourth Frontier** betrifft. Eine erfolgreiche Ausnutzung könnte es Angreifern ermöglichen, beliebige Handle-Werte zu lesen und zu schreiben, klinische Messwerte zu ändern und letztendlich die Kontrolle über das Gerät zu übernehmen, was potenziell zu Patientenschäden führen könnte.
[CSAF anzeigen](https://github.com/cisagov/CSAF/blob/develop/csaf_files/OT/white/2026/icsma-26-148-01.json)
## Betroffene Produkte
Die folgenden Versionen sind betroffen:
* Frontier X Android-Anwendung Versionen vor v15.0.0
* Frontier X iOS-Anwendung Versionen vor v25.0.0
* Frontier X2: Alle Versionen
| CVSS | Hersteller | Gerät | Schwachstellen |
| :----- | :------------------ | :-------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :------------------------------------------------ |
| v3 8.8 | Fourth Frontier | Fourth Frontier Frontier X Mobile Application, Frontier X2 | Fehlende Authentifizierung für kritische Funktion |
### Hintergrund
* **Kritische Infrastruktursektoren:** Gesundheitswesen und öffentliche Gesundheit
* **Weltweit im Einsatz:** Weltweit
* **Hauptsitz des Unternehmens:** Vereinigte Staaten
---
## Details zur Schwachstelle: CVE-2026-5768
Das Frontier X2-Gerät ermöglicht unauthentifizierten Bluetooth Low Energy (BLE) Lese-/Schreibzugriff auf kritische GATT-Charakteristiken, ohne eine Kopplungsauthentifizierung oder Autorisierung zu erzwingen. Dies ermöglicht es Angreifern in BLE-Reichweite, unbefugte Kontrolle über Gerätefunktionen auszuüben, einschließlich des Startens/Stoppens von Aktivitäten, des Auslösens von Vibrationen, des Verursachens von Denial-of-Service-Bedingungen und der Manipulation von Charakteristikenwerten, um unerwartetes Verhalten hervorzurufen.
Darüber hinaus fehlt der mobilen Anwendung Frontier X eine ordnungsgemäße BLE-Geräteauthentifizierung, wodurch Angreifer ein legitimes Frontier X2-Gerät nachahmen und sich mit der Anwendung verbinden können. Durch das Klonen von BLE-Anzeigen und das Bereitstellen erwarteter GATT-Charakteristiken können Angreifer Aktivitätszustände manipulieren und gefälschte Gesundheitsdaten wie Atemfrequenz, Herzfrequenz, Belastung und andere gesundheitsbezogene Daten in die mobile Anwendung einspeisen.
[CVE-Details anzeigen](https://www.cve.org/CVERecord?id=CVE-2026-5768)
---
### Betroffene Produkte
**Hersteller:** Fourth Frontier
**Produktversion:** Frontier X Android-Anwendung: <v15.0.0, Frontier X IOS-Anwendung: <v25.0.0, Frontier X2: vers:all/*
**Produktstatus:** known_affected
**Relevante CWE:** [CWE-306 Fehlende Authentifizierung für kritische Funktion](https://cwe.mitre.org/data/definitions/306.html)
---
## Abhilfemaßnahmen
**CISA** empfiehlt die folgenden Abwehrmaßnahmen, um das Risiko der Ausnutzung zu minimieren:
* Minimieren Sie die Netzwerlexposition für alle Steuerungsgeräten und -systeme und stellen Sie sicher, dass sie nicht aus dem Internet erreichbar sind.
* Platzieren Sie Steuerungsnetzwerke und entfernte Geräte hinter Firewalls und isolieren Sie sie von Geschäftsnetzwerken.
* Wenn Fernzugriff erforderlich ist, verwenden Sie sicherere Methoden wie Virtual Private Networks (VPNs). Beachten Sie, dass VPNs Schwachstellen aufweisen können und auf die aktuellste verfügbare Version aktualisiert werden sollten. Beachten Sie auch, dass VPNs nur so sicher sind wie die verbundenen Geräte.
* Führen Sie eine ordnungsgemäße Auswirkungsanalyse und Risikobewertung durch, bevor Sie Abwehrmaßnahmen implementieren.
**CISA** ermutigt Organisationen, empfohlene Cybersicherheitsstrategien für die proaktive Verteidigung von ICS-Assets zu implementieren.
Organisationen, die verdächtige bösartige Aktivitäten beobachten, sollten die etablierten internen Verfahren befolgen und die Ergebnisse an **CISA** zur Nachverfolgung und Korrelation mit anderen Vorfällen melden.
Derzeit gibt es keine bekannten öffentlichen Berichte über eine gezielte Ausnutzung dieser Schwachstelle. Die Schwachstelle ist nicht aus der Ferne ausnutzbar.
---
## Danksagungen
Shakir Zari und Jerin Sunny haben diese Schwachstelle an **CISA** gemeldet.
---
## Revisionshistorie
* **Erste Veröffentlichung:** 2026-05-28
| Datum | Revision | Zusammenfassung |
| :--------- | :------- | :----------------- |
| 2026-05-28 | 1 | Erstveröffentlichung |
---
## Rechtlicher Hinweis und Nutzungsbedingungen
Dieses Produkt wird unter diesem Hinweis (https://www.cisa.gov/notification) und dieser Datenschutz- und Nutzungsrichtlinie (https://www.cisa.gov/privacy-policy) bereitgestellt.