Kritische Schwachstellen in Fortinet FortiAuthenticator und FortiSandbox behoben
Fortinet hat Sicherheitsupdates veröffentlicht, um zwei kritische Schwachstellen in FortiAuthenticator und FortiSandbox zu beheben. Diese Fehler könnten es nicht authentifizierten Angreifern ermöglichen, unautorisierten Code oder Befehle auf anfälligen Systemen auszuführen.

**Fortinet** hat Sicherheitsupdates herausgegeben, um zwei kritische Schwachstellen in **FortiSandbox** und **FortiAuthenticator** zu beheben, die es Angreifern ermöglichen könnten, Befehle oder beliebigen Code auf ungepatchten Systemen auszuführen.
### Unzureichende Zugriffskontrolle in FortiAuthenticator
Die erste Schwachstelle, bekannt als **CVE-2026-44277**, betrifft die Identity and Access Management (IAM)-Lösung **FortiAuthenticator** des Unternehmens und wurde in den Versionen 6.5.7, 6.6.9 und 8.0.3 von **FortiAuthenticator** behoben.
"Eine Schwachstelle bei der unzureichenden Zugriffskontrolle [CWE-284] in **FortiAuthenticator** kann es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglichen, über präparierte Anfragen unautorisierten Code oder Befehle auszuführen", teilte **Fortinet** in einem [Advisory vom Dienstag](https://fortiguard.fortinet.com/psirt/FG-IR-26-128) mit.
Das Unternehmen stellte klar, dass **FortiAuthenticator** Cloud (früher bekannt als **FortiTrust Identity**), ein von **Fortinet** gehosteter und verwalteter Identity and Access Management as a Service (IDaaS)-Cloud-Dienst, von diesem Problem nicht betroffen ist.
### Fehlende Autorisierungsschwäche in FortiSandbox
**Fortinet** hat auch eine fehlende Autorisierungsschwäche (**CVE-2026-26083**) behoben, die ausgenutzt werden kann, um Remote Code Execution auf anfälligen **FortiSandbox**-Systemen zu erreichen. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, vor bösartigen Aktivitäten, einschließlich zero-day-Bedrohungen, zu schützen.
"Eine fehlende Autorisierungsschwäche [CWE-862] in der WEB UI von **FortiSandbox**, **FortiSandbox** Cloud und **FortiSandbox** PaaS kann es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglichen, über HTTP-Anfragen unautorisierten Code oder Befehle auszuführen", heißt es in dem Advisory.
### Fortinet-Schwachstellen: Ein häufiges Ziel
Obwohl **Fortinet** keine aktive Ausnutzung dieser spezifischen Fehler gemeldet hat, werden **Fortinet**-Schwachstellen häufig bei Ransomware- und Cyber-Spionage-Angriffen ausgenutzt, oft als zero-days.
Zum Beispiel hat **Fortinet** im Februar eine weitere kritische Schwachstelle (**CVE-2026-21643**) in der **FortiClient** Enterprise Management Server (EMS)-Plattform behoben. Das Threat-Intelligence-Unternehmen **Defused** berichtete einen Monat später über die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle.
Kürzlich hat die U.S. Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (**CISA**) Bundesbehörden Anfang April angewiesen, **FortiClient** Enterprise Management Server (EMS)-Instanzen gegen eine aktiv ausgenutzte Authentifizierungs-Bypass-Schwachstelle (**CVE-2026-35616**) zu patchen.
**CISA** hat in den letzten Jahren 24 **Fortinet**-Schwachstellen in seinen Katalog aktiv ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen, von denen 13 bei Ransomware-Angriffen missbraucht wurden.
