Madison Square Garden: Anwaltsverbot wegen Vertretung verletzten NYPD-Beamten durch Gesichtserkennung
**Madison Square Garden (MSG)** steht erneut wegen seines Einsatzes von Gesichtserkennungstechnologie in der Kritik. Diesmal geht es um ein Verbot gegen den Anwalt John Scola, der einen verletzten New Yorker Polizisten vertritt, der bei einem privaten Sicherheitsdienst im Veranstaltungsort zu Schaden kam. Das Verbot unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Überwachungspraktiken des Veranstaltungsortes und seiner Beziehungen zur örtlichen Strafverfolgung.
### Anwalt von MSG-Veranstaltungsorten ausgeschlossen
**John Scola**, ein Anwalt, der für die Vertretung lokaler Polizeibeamter bekannt ist, wurde aus dem **Madison Square Garden** und anderen von **James Dolan** gehörenden Veranstaltungsorten ausgeschlossen. Dieses Verbot resultiert daraus, dass Scola einen New Yorker Polizisten vertritt, der bei einem privaten Sicherheitsdienst im MSG verletzt wurde.
Dolan hat seit Jahren offen ganze Anwaltskanzleien ausgeschlossen, die in Rechtsstreitigkeiten mit dem Garden verwickelt sind, und diese Verbote mit einem ausgeklügelten Gesichtserkennungssystem durchgesetzt. Ein Brief an Scola vom 30. April, der WIRED vorliegt, deutet darauf hin, dass diese Praxis andauert und alle Tickets für MSG-Veranstaltungsorte widerruft.
### Überwachung und öffentliche Bedienstete
Das Verbot unterstreicht die komplexe Beziehung zwischen den öffentlichen Bediensteten von New York City und seiner ikonischen Arena. Wie bereits berichtet, agiert die Sicherheit von MSG als inoffizielle Überwachungseinheit in Midtown Manhattan, ohne formelle Genehmigung des **New York Police Department (NYPD)**. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat Bedenken hinsichtlich dieser Ausweitung geäußert und weitere Untersuchungen versprochen.
Dolan behauptet, das biometrische Überwachungssystem diene dazu, gefährliche Personen vom Betreten seiner Immobilien abzuhalten. Das NYPD teilt jedoch keine Gesichtserkennungs- oder andere Daten mit dem Garden. Trotzdem hat MSG das Foto eines New Yorker Polizisten in seine Gesichtserkennungsdatenbank aufgenommen. Die Generalstaatsanwältin von New York, **Letitia James**, erklärte, dass ihr Büro die neuesten Berichte über die Überwachungstaktiken des Madison Square Garden genau prüft.
### Der Vorfall und die Klage
Der Fall geht auf einen Vorfall im Februar 2025 während eines Boxkampfes im damaligen Hulu Theater des MSG zurück. Der NYPD-Veteran John Przybyszewski, der im Rahmen eines bezahlten Dienstes arbeitete, wurde bei der Reaktion auf eine Auseinandersetzung mit dem Rapper **Lil Tjay** verletzt. Die Klage behauptet, Przybyszewski habe erhebliche Verletzungen der Hals- und Lendenwirbelsäule erlitten.
Przybyszewski verklagt sowohl Lil Tjay als auch Madison Square Garden und behauptet, die betrieblichen Entscheidungen des Veranstaltungsortes hätten ihn in Gefahr gebracht. Scola reichte die Klage im Februar dieses Jahres ein.
### MSG's Reaktion
Madison Square Garden reagierte nicht auf die Anfrage von WIRED nach einem Kommentar. Ein Anwalt, der Lil Tjay vertritt, reagierte ebenfalls nicht.
Fünf Wochen nach Einreichung der Klage durch Scola kündigte MSG eine „Thank You, NYPD“-Veranstaltung mit Cyndi Lauper und John Fogerty an. Auch Rapper Fat Joe und Komiker Tracy Morgan nahmen teil.
Przybyszewski hofft, zur bezahlten Detailarbeit zurückkehren zu können, möglicherweise sogar im Garden, während Scola von dem Verbot unbeeindruckt bleibt und erklärt, seine Priorität sei die Vertretung seines Mandanten.