Meta einigt sich mit Schulbezirk in Kentucky wegen Vorwürfen süchtig machenden Designs
Meta hat eine Einigung mit dem Schulbezirk Breathitt County in Kentucky erzielt und damit eine Klage beigelegt, die dem Tech-Giganten vorwarf, süchtig machende Designpraktiken anzuwenden, die die psychische Gesundheit von Schülern beeinträchtigen. Diese Einigung ist ein bedeutender Schritt, da es sich um den ersten von über 1.200 ähnlichen Fällen handelt, die von Schulbezirken gegen große Social-Media-Plattformen eingereicht wurden.
Der Schulbezirk Breathitt County forderte über 60 Millionen US-Dollar, um ein Programm zur Bewältigung psychischer und akademischer Probleme im Zusammenhang mit übermäßiger Social-Media-Nutzung einzurichten. Obwohl die Höhe der Einigung nicht bekannt gegeben wurde, folgt sie auf ähnliche Vereinbarungen mit **Snap**, **TikTok** und **YouTube**.
### Rechtliche Präzedenzfälle und Vorwürfe
Jüngste Gerichtsurteile haben die potenzielle Haftung von Social-Media-Plattformen unterstrichen. Im März befand eine Jury **Meta** und **YouTube** für die Social-Media-Sucht eines jungen kalifornischen Mädchens haftbar und sprach ihr 6 Millionen US-Dollar zu. Ebenso entschied eine Jury in New Mexico gegen **Meta** und sprach dem Bundesstaat 375 Millionen US-Dollar in einem Fall zu, der die Bedrohung der Sicherheit und psychischen Gesundheit von Kindern hervorhob.
Die Kläger im Fall Breathitt County beschuldigten **Meta**, seine Plattformen absichtlich durch schädliche Algorithmen, Push-Benachrichtigungen und endloses Scrollen süchtig machend gestaltet zu haben. Diese Designentscheidungen zwingen Schulen angeblich, erhebliche Ressourcen aufzuwenden, um die daraus resultierenden Probleme zu bekämpfen.
### Ansprüche des Schulbezirks
Die Klageschrift des Schulbezirks verurteilte **Meta** und andere Plattformen dafür, die Neurophysiologie der Belohnungssysteme des Gehirns auszunutzen, und behauptete, sie würden Gewinne priorisieren, indem sie junge Menschen ausbeuten.
„Der amerikanischen Jugend fehlt die emotionale Reife, Impulskontrolle und psychische Widerstandsfähigkeit, um die Manipulation und den Schaden, der durch die Social-Media-Plattformen entsteht, wahrzunehmen, zu verstehen und zu bekämpfen“, heißt es in der Klageschrift.
Der Bezirk behauptete, er habe erhebliche Kosten für die Verfolgung und Behandlung der Folgen von Social-Media-Sucht, einschließlich Selbstmorden, Cybermobbing und anderer Cybermissbrauch, getragen. Sie argumentierten, dass ihr bestehendes Budget nicht ausreicht, um die eskalierende Krise der psychischen Gesundheit zu bewältigen, die durch diese Plattformen verschärft wird.
„Trotz der besten Bemühungen des Klägers besteht die Krise der psychischen Gesundheit fort, und das Budget reicht nicht aus, um die notwendigen Schritte zur vollständigen Bewältigung dieser Krise zu unternehmen“, heißt es in der Klageschrift. „Der Kläger benötigt deutlich mehr Mittel als vorhanden, um potenziell lebensrettende Programme angesichts dieser sich ständig verschärfenden Krise der psychischen Gesundheit zu implementieren, die die Beklagten mitgeschaffen haben.“
