Meta setzt heimlichen Gesichtserkennungscode in Smart Glasses ein, was erhebliche Datenschutzbedenken aufwirft
Neue Berichte enthüllen, dass **Meta** Gesichtserkennungsfunktionen in Millionen seiner Smart Glasses integriert hat. Bestätigt von **Wired** und **EFF’s Threat Lab**, kann dieser Code heimlich einzigartige 'Gesichtsabdrücke' von Personen speichern und Nutzer in potenzielle Agenten der Massenüberwachung verwandeln. Diese Entwicklung wirft erhebliche Datenschutzbedenken auf, insbesondere angesichts von **Metas** umstrittener Geschichte mit Gesichtserkennungstechnologie.
Datenschutzaktivisten und Cybersicherheitsexperten schlagen Alarm, nachdem **Meta** Berichten zufolge Gesichtserkennungscode auf Millionen seiner ständig aktiven Smart Glasses ausgerollt hat. Die Enthüllung, die ursprünglich von **Wired** veröffentlicht wurde, wurde durch statische Analysen der Anwendung von **EFF’s Threat Lab** unabhängig bestätigt.
### Wie die Technologie funktioniert
Die gefährliche neue Funktionalität ermöglicht es den Brillen, jedes neue Gesicht in ihrem Sichtfeld in eine einzigartige digitale Signatur oder einen 'Gesichtsabdruck' umzuwandeln. Diese Gesichtsabdrücke werden als eine Reihe von 2.048 Zahlen gespeichert, die die präzise Positionierung der Gesichtszüge einer Person darstellen. Wenn das System aktiviert ist, vergleicht es kontinuierlich neue Gesichter mit einer bestehenden Datenbank gespeicherter Gesichtsabdrücke und schafft so effektiv ein verteiltes Überwachungsnetzwerk.
### Code als aktiv bestätigt, noch nicht öffentlich zugänglich
Sowohl **Wired** als auch **EFF** bestätigten die Anwesenheit und die aktive Natur des Codes, obwohl er noch nicht für Verbraucher zugänglich gemacht wurde. Weitere Forschungen eines unabhängigen Experten zeigten, dass das manuelle Hinzufügen eines Gesichts zur App-Datenbank – durch Verbindung eines Telefons mit einem Computer im Debug-Modus und Ausgabe spezifischer Befehle – es den Brillen ermöglichte, dieses Gesicht anschließend zu erkennen, wenn es in Sicht kam.
### Metas problematische Geschichte mit Gesichtserkennung
Dies ist nicht **Metas** erster Vorstoß in die Gesichtserkennung, und er ist nicht ohne Kontroversen. Das Unternehmen zahlte zuvor **650 Millionen US-Dollar**, um eine **BIPA** (Illinois Biometric Information Privacy Act) Klage beizulegen, die seine Massen-Gesichtserkennungsfunktion anfocht, die jedes auf seine Plattform hochgeladene Foto scannte. Diese Funktion wurde schließlich 2021 von **Meta** eingestellt, mit Verweis auf gesellschaftliche Bedenken.
Trotz der erheblichen finanziellen und reputationsschädigenden Kosten, die mit seinen früheren Unternehmungen verbunden waren, scheint **Meta** die Grundlagen dafür zu legen, seine Kunden in eine riesige, verteilte Überwachungsmaschine zu verwandeln. Die **EFF** hat Verbraucher dringend aufgefordert, [zweimal nachzudenken](https://www.eff.org/deeplinks/2026/03/think-twice-buying-or-using-metas-ray-bans), bevor sie **Metas** Smart Glasses kaufen oder verwenden.
### Strategischer Einsatz inmitten politischer Turbulenzen
Zusätzlich zu den Bedenken enthüllten interne **Meta**-Dokumente zuvor die Absicht des Unternehmens, Gesichtserkennung "während eines dynamischen politischen Umfelds einzuführen, in dem viele zivilgesellschaftliche Gruppen, von denen wir erwarten würden, dass sie uns angreifen, ihre Ressourcen auf andere Anliegen konzentrieren würden." Dieses strategische Timing deutet auf eine bewusste Anstrengung hin, die öffentliche Prüfung zu minimieren. Datenschutzaktivisten versichern jedoch, dass **Metas** Überwachungspläne der öffentlichen Prüfung nicht entgehen werden und sie jeden potenziellen Rollout an die Öffentlichkeit genau beobachten werden.
* [Weitere Details zu Wireds Berichterstattung](https://www.wired.com/story/meta-smart-glasses-face-recognition-nametag-connections/)
* [Erkenntnisse eines unabhängigen Forschers](https://www.buchodi.com/meta-glasses-facial-recognition/)
* [TechCrunch-Bericht über die BIPA-Einigung](https://techcrunch.com/2021/03/01/facebook-illinois-class-action-bipa/)