Neue Supply-Chain-Attacke auf NPM verbreitet sich selbst zur Entwendung von Entwickler-Anmeldedaten
Eine neue Supply-Chain-Attacke, die das **Node Package Manager (npm)**-Ökosystem ins Visier nimmt, stiehlt aktiv Entwickler-Anmeldedaten und versucht, sich über Pakete zu verbreiten, die von kompromittierten Konten veröffentlicht wurden. Forscher von **Socket** und **StepSecurity** haben mehrere kompromittierte Pakete von **Namastex Labs** identifiziert, was Bedenken hinsichtlich weit verbreiteten Diebstahls von Anmeldedaten aufwirft.

### Angriffsdetails
Der Angriff, der in mehreren Paketen von **Namastex Labs** entdeckt wurde, nutzt Techniken zum Diebstahl von Anmeldedaten, zur Datenexfiltration und zur Selbstverbreitung. Obwohl Ähnlichkeiten mit den CanisterWorm-Angriffen von **TeamPCP** bestehen, bleibt die endgültige Zuordnung unbestätigt.
**Socket** hat 16 kompromittierte **Namastex**-Pakete identifiziert, darunter:
* @automagik/genie (4.260421.33-4.260421.39)
* pgserve (1.1.11–1.1.13)
* @fairwords/websocket (1.0.38-1.0.39)
* @fairwords/loopback-connector-es (1.4.3-1.4.4)
* @openwebconcept/[email protected]
* @openwebconcept/[email protected]
Diese Pakete, die in KI-Agenten-Tools und Datenbankoperationen verwendet werden, deuten auf einen Fokus auf hochwertige Ziele hin. Die Wurm-ähnliche Natur des Angriffs ermöglicht unter den richtigen Bedingungen eine schnelle Verbreitung.
### Datenexfiltration und Selbstverbreitung
Der bösartige Code zielt darauf ab, sensible Daten zu sammeln, darunter Token, API-Schlüssel, SSH-Schlüssel, Anmeldedaten für Cloud-Dienste, CI/CD-Systeme, Registries, LLM-Plattformen und Kubernetes/Docker-Konfigurationen. Er zielt auch auf sensible Daten ab, die in **Chrome** und **Firefox** gespeichert sind, einschließlich Kryptowährungs-Wallets wie **MetaMask**, **Exodus**, **Atomic Wallet** und **Phantom**.
**StepSecurity** beschreibt die Malware als einen "Supply-Chain-Wurm", der in der Lage ist, npm-Publish-Token zu identifizieren und sich selbst in andere Pakete einzuschleusen, die der kompromittierte Token veröffentlichen kann, wodurch der Einbruch weiter vorangetrieben wird.
Bösartige Versionen von `pgserve` wurden erstmals am 21. April veröffentlicht. Wenn Publish-Token gefunden werden, identifiziert das Skript veröffentlichbare Pakete, injiziert den payload und veröffentlicht sie mit inkrementierten Versionsnummern neu, wodurch eine rekursive Verbreitung entsteht.
Wenn **PyPI**-Anmeldedaten gefunden werden, wird eine ähnliche Methode über einen `.pth`-basierten payload auf Python-Pakete angewendet, was dies zu einer Bedrohung für mehrere Ökosysteme macht.
### Abhilfemaßnahmen
Entwickler sollten alle aufgeführten Paketversionen sofort als bösartig behandeln, sie aus Systemen und CI/CD-Pipelines entfernen und alle potenziell exponierten Geheimnisse rotieren.
Sowohl **Socket** als auch **StepSecurity** stellen Indicators of Compromise (IOCs) zur Verfügung, um bei der Identifizierung kompromittierter Umgebungen zu helfen.
Empfohlene Maßnahmen umfassen:
* Entfernen betroffener Pakete aus Entwicklungs- und CI/CD-Systemen.
* Rotation aller Anmeldedaten und geheimen Daten.
* Suche nach internen Paketspiegeln, Artefakten und Caches.
**Socket** rät außerdem zur Überprüfung auf verwandte Pakete, die dieselbe `public.pem`-Datei, denselben Webhook-Host oder dasselbe `postinstall`-Muster teilen.
