Niederländisches Marineschiff mit verstecktem Bluetooth-Tracker in Postkarte verfolgt
Ein Journalist verfolgte erfolgreich ein niederländisches Marineschiff, indem er einen Bluetooth-Tracker in einer an das Schiff gesendeten Postkarte versteckte. Der Vorfall deckte potenzielle Schwachstellen in den Sicherheitsprotokollen der Marine auf und führte zu einem Verbot elektronischer Grußkarten an Bord niederländischer Schiffe.
Ein kürzlicher Vorfall verdeutlicht die potenziellen Sicherheitsrisiken, die von leicht verfügbarer Tracking-Technologie ausgehen. Ein niederländischer Journalist, **Just Vervaart**, der für **Omroep Gelderland** arbeitet, demonstrierte, wie einfach ein Marineschiff verfolgt werden kann, indem er einen **Bluetooth**-Tracker in eine Postkarte einbaute.
Laut einem Bericht folgte Vervaart Anweisungen, die auf der Website der niederländischen Regierung verfügbar waren, und schickte die Postkarte an das Schiff. Dies ermöglichte es ihm, die Bewegungen des Schiffes für etwa 24 Stunden zu verfolgen und seine Reise von Heraklion, Kreta, in Richtung Zypern zu beobachten.
Obwohl die Verfolgung auf ein einzelnes Schiff beschränkt war, sind die Auswirkungen erheblich. Die Kenntnis des Standorts eines Schiffes innerhalb einer Trägerkampfgruppe, die im Mittelmeer operiert, könnte potenziell die gesamte Flotte gefährden.
Marinebeamte entdeckten den Tracker während der Postsortierung innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft des Schiffes und deaktivierten ihn anschließend. Infolge dieses Vorfalls haben die niederländischen Behörden ein Verbot für elektronische Grußkarten erlassen, die im Gegensatz zu Paketen zuvor keiner Röntgenprüfung unterzogen wurden, bevor sie an Bord gebracht wurden.