Nordkoreanisches IT-Schema: Zwei Männer aus New Jersey wegen Beihilfe zu ausländischen Arbeitern verurteilt
Zwei Männer aus New Jersey wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie nordkoreanischen IT-Arbeitern geholfen hatten, Anstellungen bei über 100 US-Unternehmen zu finden. Die Operation generierte über 5 Millionen US-Dollar für die nordkoreanische Regierung und umfasste Identitätsdiebstahl und die Einrichtung von „Laptop-Farmen“.
Zwei Männer aus New Jersey erhielten Haftstrafen von über sieben Jahren für ihre Beteiligung an einem Schema, das die Beschäftigung nordkoreanischer Personen in IT-Positionen bei über 100 US-Unternehmen ermöglichte.
**Kejia Wang**, 42, wurde zu neun Jahren verurteilt, während **Zhenxing Wang**, 39, eine Haftstrafe von fast acht Jahren erhielt. Laut dem **Department of Justice (DOJ)** generierte ihre Operation mehr als 5 Millionen US-Dollar für die Regierung Nordkoreas.
Die beiden Männer wurden letztes Jahr wegen des Vorwurfs der Verwaltung einer „Laptop-Farm“-Operation verhaftet und angeklagt. Dies beinhaltete die Verwaltung von Hunderten von Unternehmensgeräten und die Installation von Software, die den Nordkoreanern Fernzugriff ermöglichte.
„Die heutige Ankündigung sendet eine klare Botschaft: US-Bürger, die nordkoreanische IT-Arbeiterschemata erleichtern und Einnahmen nach Nordkorea leiten, werden mit FBI-Ermittlungen und potenzieller Haftstrafe rechnen müssen“, sagte **FBI** Cyber Division Assistant Director Brett Leatherman.
Von 2021 bis Oktober 2024 stahl die Gruppe angeblich die Identitäten von etwa 80 US-Bürgern und stellte diese nordkoreanischen Staatsbürgern zur Verfügung, um Anstellungen bei mehreren Fortune-500-Unternehmen zu erhalten. Gerichtsunterlagen deuten darauf hin, dass die amerikanischen Unternehmen aufgrund von Anwaltskosten und Kosten für die Netzwerkwiederherstellung etwa 3 Millionen US-Dollar verloren haben.
# Modus Operandi
Kejia Wang und Zhenxing Wang richteten Bankkonten und Infrastrukturen ein, um die Operation zu erleichtern. Im Jahr 2023 reiste Kejia Wang nach Shenyang und Dandong, nahe der Grenze zwischen Nordkorea und China, um das Schema zu organisieren.
Zhenxing Wang beherbergte angeblich Laptops in seinem Haus und verband sie mit „Keyboard-Video-Mouse- oder ‚KVM‘-Switches“, was die Fernsteuerung durch Personen im Ausland ermöglichte.
Kejia Wang bekannte sich im September schuldig wegen Verschwörung zur Begehung von Drahtbetrug, Geldwäsche und Identitätsdiebstahl. Zhenxing Wang bekannte sich im Januar schuldig wegen Verschwörung zur Begehung von Drahtbetrug und Geldwäsche.
Beide werden 600.000 US-Dollar, die von Nordkorea gezahlt wurden, einziehen und drei Jahre Bewährung verbüßen. Die Staatsanwaltschaft hat etwa 400.000 US-Dollar des Gesamtbetrags zurückgefordert.
Der stellvertretende Generalstaatsanwalt für Nationale Sicherheit, John Eisenberg, erklärte, dass die beiden Männer „sich bereicherten, indem sie nordkoreanische Akteure bei einem betrügerischen Schema zur Erlangung von Anstellungen bei US-Unternehmen unterstützten“.
Die US-Staatsanwältin Leah Foley fügte hinzu: „Durch den Betrieb sogenannter ‚Laptop-Farmen‘ ermöglichten diese Angeklagten ausländischen Akteuren, in US-Unternehmen einzudringen, auf sensible Daten zuzugreifen und unsere wirtschaftliche und nationale Sicherheit zu untergraben.“
# Die China-Verbindung und Datendiebstahl
Während seiner China-Reisen im Jahr 2023 traf Kejia Wang einen ehemaligen Kommilitonen aus Nordkorea. Die Staatsanwaltschaft identifizierte Kejia Wang als den „Manager“ des Schemas, der mindestens fünf weitere Personen beaufsichtigte, die Hunderte von Computern in ihren Häusern beherbergten.
Zhenxing Wang war einer der fünf und war auch an der Gründung von Briefkastenfirmen beteiligt, um die Anstellungen der Nordkoreaner zu legitimieren.
Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass die nordkoreanischen IT-Arbeiter sensible Daten und Quellcode von einem in Kalifornien ansässigen Rüstungsunternehmen gestohlen haben, das künstliche Intelligenz-gestützte Geräte und Technologien entwickelte. Die Daten waren laut DOJ so sensibel, dass sie unter die **International Traffic in Arms Regulations (ITAR)** fielen.
Ermittler glauben, dass nordkoreanische IT-Arbeiter oft Zugang zu ausgefeilteren staatlichen Hackern gewähren, die sensible Informationen stehlen, malware installieren oder Handlungen über die IT-Arbeit hinaus durchführen.
Der Ermittler des Verteidigungsministeriums, John Helsing, erklärte, dass die Urteile „als Abschreckung für ausländische Einzelpersonen und Entitäten dienen sollten, die versuchen, kritische Verteidigungsinformationen illegal abzurufen und zu exportieren“.
# Weiterführende Ermittlung
Zhenxing Wang und Kejia Wang wurden zusammen mit acht weiteren Personen angeklagt, die meist in Nordkorea oder China ansässig sind. Das Justizministerium bietet eine neue Belohnung von 5 Millionen US-Dollar für Informationen über ihren Aufenthaltsort an.
Das FBI und das Verteidigungsministerium beschlagnahmten im Jahr 2024 und 2025 Dutzende von Websites, die mit den Briefkastenfirmen von Kejia Wang und Zhenxing Wang in Verbindung stehen.
Mehrere US-Bürger, darunter ein aktives Mitglied der US-Armee, wurden angeklagt und verurteilt, weil sie nordkoreanische IT-Arbeiter unterstützten, indem sie ihre Identitäten anboten oder Laptop-Farmen betrieben.
