Ofcom fordert Tech-Firmen zur Bekämpfung von nicht-einvernehmlichen intimen Bildern und Deepfakes auf
Die britische Kommunikationsaufsichtsbehörde Ofcom wird strengere Maßnahmen gegen Technologieunternehmen durchsetzen, um die Verbreitung von nicht-einvernehmlichen intimen Bildern und KI-generierten Deepfakes zu bekämpfen. Die aktualisierten Verhaltenskodizes werden Plattformen dazu verpflichten, solche Inhalte proaktiv zu erkennen und zu entfernen, mit möglichen Strafen bei Nichteinhaltung.
## Ofcom verschärft Maßnahmen gegen Online-Missbrauch
**Ofcom**, die oberste Kommunikationsaufsichtsbehörde des Vereinigten Königreichs, hat am Montag angekündigt, dass sie Technologieunternehmen dazu verpflichten wird, ihre Bemühungen zur Identifizierung und Entfernung von nicht-einvernehmlichen intimen Bildern von ihren Plattformen zu verstärken. Diese Initiative zielt auch auf die Verbreitung von Deepfakes ab, die durch künstliche Intelligenz erzeugt werden.
Die aktualisierten Verhaltenskodizes sollen im Herbst dieses Jahres in Kraft treten, vorbehaltlich der Genehmigung durch das britische Parlament. Diese Änderungen spiegeln die zunehmende Dringlichkeit wider, Nutzer, insbesondere Frauen und Mädchen, vor Online-Schäden zu schützen.
## Hash-Matching-Technologie zur Rettung
Um die Verbreitung illegaler Bilder effektiv zu erkennen und zu verhindern, setzt sich **Ofcom** für die breitere Einführung der „Hash-Matching“-Technologie ein. Diese Technik wandelt Bilder in eindeutige digitale Fingerabdrücke um, die dann in einer Datenbank gespeichert werden. Durch den Vergleich neuer Uploads mit dieser Datenbank können Plattformen das erneute Hochladen identischer oder ähnlicher Inhalte erkennen und blockieren.
## Gesetzliche Grundlage für Ofcoms Mandat
Dieser Schritt steht im Einklang mit neuer Gesetzgebung, die darauf abzielt, „Nudification“-Tools zu verbieten und die Entfernung nicht-einvernehmlicher intimer Bilder innerhalb von 48 Stunden vorschreibt. Laut **Ofcom** werden diese Maßnahmen den Schutz von Frauen und Mädchen online erheblich verbessern.
Im Februar betonte der britische Premierminister Keir Starmer die Notwendigkeit des neuen Gesetzes, das Tech-Firmen, die es versäumen, intime Bilder umgehend zu entfernen, erhebliche Geldstrafen auferlegt. Starmer warnte auch, dass Unternehmen, die die Frist nicht einhalten, mit der Sperrung ihrer Dienste rechnen müssten.
Der Fokus der britischen Regierung auf dieses Thema intensivierte sich nach der weit verbreiteten Verbreitung von Millionen von „nudifizierten“ Bildern von Frauen und Kindern, die dem nicht zugestimmt hatten, über den **xAI** **Grok** Chatbot.
## Ein anderer Weg als die EU
Der Ansatz von **Ofcom** unterscheidet sich von dem einiger seiner europäischen Pendants. Ein kürzlich verabschiedetes Gesetz der Europäischen Union, das es Technologieunternehmen erlaubte, die Kommunikation auf Material zum sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) zu scannen, lief letzten Monat aufgrund von Datenschutzbedenken aus. Während Tech-Giganten ihre Absicht erklärt haben, weiterhin nach CSAM zu scannen, haben Beamte der Europäischen Kommission angedeutet, dass diese Praxis nach geltendem Recht möglicherweise rechtswidrig ist.

*Suzanne Smalley ist eine Reporterin, die sich für The Record mit digitalem Datenschutz, Überwachungstechnologien und Cybersicherheitspolitik befasst.*