Pwn2Own Berlin 2026: Forscher erhalten 1,3 Millionen US-Dollar für 47 Zero-Day-Exploits
Der **Pwn2Own Berlin 2026** Hacking-Wettbewerb endete damit, dass Sicherheitsforscher beeindruckende 1.298.250 US-Dollar für die Entdeckung und Ausnutzung von 47 Zero-Day-Schwachstellen erhielten. Die Veranstaltung, die auf der **OffensiveCon**-Konferenz stattfand, konzentrierte sich auf Unternehmens-Technologien und künstliche Intelligenz und zeigte kritische Schwachstellen in weit verbreiteter Software auf.

Forscher nahmen vollständig gepatchte Produkte in einer breiten Palette von Kategorien ins Visier, darunter Webbrowser, Unternehmensanwendungen, lokale Privilegienerweiterung, Server, lokale Inferenz, Cloud-native/Container-Umgebungen, Virtualisierung und Large Language Models (LLMs).
### Aufschlüsselung der Auszahlungen
Der Wettbewerb erstreckte sich über drei Tage, wobei jeden Tag bedeutende Auszahlungen vergeben wurden:
* Tag 1: 523.000 US-Dollar für 24 einzigartige Zero-Days.
* Tag 2: 385.750 US-Dollar für 15 Zero-Days.
* Tag 3: 389.500 US-Dollar für 8 Zero-Days.
### Top-Performer
**DEVCORE** ging als Sieger des diesjährigen **Pwn2Own Berlin** hervor und sicherte sich 50,5 Master of Pwn-Punkte und beträchtliche 505.000 US-Dollar an Belohnungen. Ihr Erfolg beruhte auf der Ausnutzung von Schwachstellen in **Microsoft SharePoint**, **Microsoft Exchange**, **Microsoft Edge** und **Windows 11**. **STARLabs SG** folgte mit 242.500 US-Dollar (25 Punkte) und **Out Of Bounds** sicherte sich den dritten Platz mit 95.750 US-Dollar (12,75 Punkte).

*Pwn2Own Berlin 2026 Rangliste*
### Bemerkenswerte Exploits
Die höchste Einzelbelohnung von 200.000 US-Dollar ging an **Cheng-Da Tsai** (auch bekannt als **Orange Tsai**) vom **DEVCORE** Research Team für die Verkettung von drei Fehlern, um eine Remote Code Execution mit SYSTEM-Privilegien auf **Microsoft Exchange** zu erreichen. Am ersten Tag verdiente sich **Orange Tsai** auch 175.000 US-Dollar für einen **Microsoft Edge** Sandbox-Escape unter Verwendung von vier Logikfehlern. Zusätzlich sammelte **Valentina Palmiotti** (chompie) von **IBM X-Force** Offensive Research 70.000 US-Dollar für das Rooten von **Red Hat Linux** für Workstations und die Ausnutzung eines **NVIDIA** Container Toolkit Zero-Days.
Weitere Exploits umfassten eine lokale Privilegienerweiterung in **Windows 11**, eine Root-Privilegienerweiterung in **Red Hat Enterprise Linux** für Workstations und Zero-Days in mehreren KI-Coding-Agenten. Ein Speicherbeschädigungsfehler wurde ebenfalls zur Ausnutzung von **VMware ESXi** verwendet.
### Offenlegungs-Zeitplan
Nach **Pwn2Own** haben die Anbieter ein 90-tägiges Zeitfenster, um Sicherheitspatches zu entwickeln und zu veröffentlichen. Nach diesem Zeitraum wird **TrendMicro's Zero Day Initiative (ZDI)** die Details der Schwachstellen öffentlich bekannt geben.
Beim **Pwn2Own Berlin** im letzten Jahr gewann **STAR Labs SG**, wobei **ZDI** 1.078.750 US-Dollar für 29 Zero-Day-Schwachstellen und einige Bug-Kollisionen vergab.
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