Ransomware-Gruppe Everest behauptet Datenpanne bei Nissan durch Drittanbieter
**Nissan** untersucht Behauptungen der **Everest**-Ransomware-Gruppe, dass diese ein Dateitransfer-System kompromittiert hat, das von einem Zulieferer für **Nissan**- und **Infiniti**-Händler genutzt wird. Die Angreifer behaupten, 910 GB an Daten exfiltriert zu haben, darunter Kunden-, Händler- und Kreditinformationen. Dieser Vorfall folgt auf mehrere andere Sicherheitsverletzungen, die **Nissan** in den letzten Jahren betroffen haben.
### Everest-Gruppe behauptet Datendiebstahl von Nissan-Zulieferer
**Nissan** hat eine potenzielle Datenpanne infolge eines Cybervorfalls eingeräumt, der einen seiner Drittanbieter betraf. Die **Everest**-Hacker-Gruppe hat die Verantwortung übernommen und erklärt, dass sie erfolgreich ein Dateitransfer-System kompromittiert hat, das von einem Unternehmen genutzt wird, das Dienstleistungen für **Nissan**- und **Infiniti**-Händler in Nordamerika anbietet.
Laut **Everest** führte die Kompromittierung zum Diebstahl von 910 Gigabyte sensibler Daten. Dazu gehören angeblich Informationen über Kunden, Händler und Kredite, die Autokäufern angeboten wurden.
### Nissans Reaktion
Ein **Nissan**-Sprecher erklärte, dass das Unternehmen sich des Vorfalls bewusst sei und eine Untersuchung eingeleitet habe. Die Untersuchung habe bisher ergeben, dass die Kompromittierung auf die Systeme des Zulieferers beschränkt war und dass es "keine Anzeichen dafür gibt, dass **Nissan**-Systeme kompromittiert wurden oder dass auf **Nissan**-Kundeninformationen zugegriffen wurde oder diese gefährdet waren." **Nissan** arbeitet mit dem Zulieferer zusammen, während die Untersuchung fortgesetzt wird.
### Erpressungsversuche und gescheiterte Verhandlungen
**Everest** behauptet, die Kompromittierung habe im Januar stattgefunden und dass sie zunächst versucht hätten, **Nissan** zu erpressen und ein Lösegeld für die Nichtveröffentlichung der Daten zu fordern. Diese Verhandlungen seien Berichten zufolge gescheitert. Die Gruppe hat damit gedroht, die gestohlenen Daten öffentlich zu machen.
### Eine Geschichte von Sicherheitsvorfällen
Dieser Vorfall ist nicht das erste Mal, dass **Nissan** ins Visier genommen wurde. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren mehrere Sicherheitsvorfälle erlebt, darunter Datenpannen in den Jahren 2022 und 2023, bei denen die Informationen von 22.000 bzw. 53.000 Personen offengelegt wurden. Im Jahr 2024 legte ein Cyberangriff die persönlichen Daten von rund 100.000 **Nissan**-Kunden und -Mitarbeitern in Australien und Neuseeland offen.
Trotz dieser Sicherheitsherausforderungen bleibt **Nissan** ein wichtiger Akteur in der Automobilindustrie und meldete im Jahr 2024 signifikante Nettoumsätze.