Saudi-Arabien inhaftiert Wikipedia-Mitarbeiter wegen Online-Informationsweitergabe
**Osama Khalid**, ein junger Mitarbeiter von Wikipedia Arabisch, wurde in Saudi-Arabien inhaftiert, weil er online Informationen teilte, die im Widerspruch zu offiziellen Darstellungen standen. Sein Fall unterstreicht das anhaltende globale Problem, dass Regierungen Cyberkriminalitätsgesetze nutzen, um Kritiker und Aktivisten zum Schweigen zu bringen.
# Saudi-Arabien inhaftiert Wikipedia-Mitarbeiter wegen Online-Informationsweitergabe
**Osama Khalid** begann im Alter von zwölf Jahren, zu Wikipedia Arabisch beizutragen. Er wurde ein produktiver Blogger, schrieb über Saudi-Arabien, besuchte Treffen und teilte seine Meinungen zu Open-Source-Technologie und Meinungsfreiheit. Er setzte sich für Internetfreiheit ein, trug zu Projekten wie **EFFs** **HTTPS Everywhere** bei und war eine aufschlussreiche Präsenz auf Konferenzen.
Im Juli 2020 wurde er während einer Welle willkürlicher Verhaftungen durch saudische Behörden während des Covid-19-Lockdowns festgenommen. Ursprünglich zu fünf Jahren verurteilt, wurde seine Strafe auf 32 Jahre erhöht, dann 2023 auf 25 Jahre reduziert und im vergangenen September erneut auf 14 Jahre gesenkt. **ALQST**, eine saudische Menschenrechtsorganisation, hob in einem gemeinsamen Schreiben die willkürliche Natur von Urteilen im saudischen Justizsystem hervor.
## Das "Verbrechen": Online-Informationsweitergabe
Osamas Wikipedia-Beiträge umfassten Seiten zu kritischen Menschenrechtsthemen in Saudi-Arabien, wie der Behandlung der Frauenrechtsaktivistin **Loujain al-Hathloul** und dem berüchtigten saudischen Gefängnis **al-Ha’ir**. Sein Blog, das inzwischen offline ist, kritisierte Regierungspläne zur Überwachung verschlüsselter Plattformen.
Im Laufe der Jahre hat sich die **EFF** für die Freilassung von Personen eingesetzt, die wegen ihrer Äußerungen inhaftiert wurden, darunter **Ola Bini** und **Alaa Abd El Fattah**. Diese Fälle zeigen, dass Angriffe auf die freie Meinungsäußerung selten auf Grenzen beschränkt sind. Regierungen weltweit nutzen vage Cyberkriminalitätsgesetze und politisch motivierte Strafverfolgungen, um Kritiker, Technologen, Journalisten und Aktivisten zum Schweigen zu bringen.
Die Unterstützung dieser Personen verteidigt das Prinzip, dass das Schreiben von Code, das Teilen von Ideen, die Kritik an Regierungen und die Organisation im Internet nicht als Verbrechen behandelt werden sollten. Öffentlicher Druck, internationale Solidarität, rechtliche Fürsprache und anhaltende Kampagnen können die politischen Kosten der Unterdrückung verschieben.
Die **EFF** hebt Osamas Fall hervor und wird weiterhin mit Partnern wie **ALQST** zusammenarbeiten, um sich für seine Freilassung einzusetzen. Osama Khalid verdient, wie viele von der saudischen Regierung inhaftierte Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Internetnutzer, die Freiheit.