ShinyHunters-Angriff legt 4,9 Millionen Charter Communications-Konten offen
Charter Communications, ein großer US-Telekommunikationsanbieter, war Anfang April von einem Datenleck betroffen, nachdem die Erpressergruppe ShinyHunters das Unternehmen ins Visier genommen hatte. Das Leck führte zur Offenlegung persönlicher Daten von 4,9 Millionen Konten, was Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des potenziellen Missbrauchs aufkommen lässt.

**ShinyHunters** beanspruchte die Verantwortung für den Angriff und behauptete, am 1. April die Systeme von **Charter** durch einen Voice-Phishing-(Vishing)-Angriff auf das **Microsoft Entra**-Konto eines Mitarbeiters kompromittiert zu haben. Sie geben an, 42 Millionen Datensätze aus der **Salesforce**-Instanz des Unternehmens gestohlen zu haben, darunter Kunden- und Geschäftsdaten.
### Details des Angriffs
Die gestohlenen Informationen umfassen Berichten zufolge:
* Namen von Privat- und Geschäftskunden
* E-Mail-Adressen
* Physische Adressen
* Telefonnummern
* Telefontypen
* Pläneinformationen
* Support-Ticket-Daten
* Einige Customer Proprietary Network Information (CPNI)
**Charter** bestätigte den Angriff Anfang dieser Woche, gab jedoch an, dass keine sensiblen persönlichen Kundeninformationen oder CPNI-Daten exfiltriert wurden. **Have I Been Pwned** analysierte die geleakten Daten jedoch und bestätigte, dass 4,9 Millionen eindeutige E-Mail-Adressen zusammen mit Namen, Telefonnummern und physischen Adressen offengelegt wurden. Ungefähr 85.000 Datensätze aus einem internen Mitarbeiterverzeichnis enthielten auch Berufsbezeichnungen.
### Taktiken von ShinyHunters
**ShinyHunters** hat eine Geschichte der Angriffe auf **Salesforce**-Kunden und behauptet, in früheren Angriffen Milliarden von Datensätzen gestohlen zu haben, darunter Angriffe auf **Salesforce Aura**-Daten und eine **Salesloft Drift**-Kampagne.
Das **FBI** hat Opfern von **ShinyHunters** geraten, keine Lösegeldforderungen zu erfüllen, da dies nicht garantiert, dass die Daten zurückgegeben oder zerstört werden, und zu weiteren Erpressungsversuchen führen kann.
### Frühere Angriffe
Dies ist nicht das erste Mal, dass die Systeme von **Charter Communications** kompromittiert wurden. Das Unternehmen war zuvor von einer Welle von Angriffen betroffen, die einer chinesischen staatlich unterstützten Bedrohungsgruppe namens Salt Typhoon zugeschrieben wurden. Zu den weiteren betroffenen Unternehmen gehörten **AT&T**, **Verizon**, **Consolidated Communications**, **Windstream** und **Lumen**.

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