TrickMo Android Banker nutzt TON Blockchain für heimliche Kommunikation
Eine neue Variante der Android-Banking-Malware **TrickMo** zielt mit aktualisierten Fähigkeiten auf europäische Nutzer ab. Diese Version nutzt die **The Open Network (TON)** Blockchain für Command-and-Control (C2)-Kommunikation, was ihre Tarnung und Widerstandsfähigkeit gegen Zerschlagungen verbessert.
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Der Android-Banking-Trojaner **TrickMo**, der ursprünglich im September 2019 entdeckt wurde, entwickelt sich mit ausgeklügelten Techniken weiter. Die neueste Iteration, von **ThreatFabric** als 'Trickmo.C' bezeichnet, setzt die **TON**-Blockchain ein, um ihre C2-Infrastruktur zu verschleiern und die Erkennung und Neutralisierung zu erschweren.
### TON-Integration für verbesserte Tarnung
Die wichtigste Neuerung in dieser **TrickMo**-Variante ist die Nutzung von **TON** für C2-Kommunikation. **TON** ist ein dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk, das ursprünglich mit **Telegram** in Verbindung gebracht wurde und verschlüsselte Kommunikationskanäle bietet. Durch die Verwendung von .ADNL-Adressen, die über einen lokalen **TON**-Proxy auf infizierten Geräten geleitet werden, verschleiert **TrickMo** seine Kommunikationsendpunkte.
Dieser Ansatz bietet erhebliche Vorteile für Malware-Betreiber:
* **Umgehung traditioneller Zerschlagungen:** Im Gegensatz zu herkömmlichen domänenbasierten C2-Servern sind **TON**-Adressen nicht von der öffentlichen DNS-Hierarchie abhängig.
* **Verschlüsselte Kommunikation:** Der Netzwerkverkehr erscheint als generischer **TON**-Verkehr und ist von legitimen **TON**-fähigen Anwendungen nicht zu unterscheiden.
Laut **ThreatFabric** sind "traditionelle Domain-Zerschlagungen weitgehend unwirksam, da die Endpunkte des Betreibers nicht auf der öffentlichen DNS-Hierarchie basieren und stattdessen als TON .adnl-Identitäten existieren, die innerhalb des Overlay-Netzwerks selbst aufgelöst werden. Die Erkennung von Verkehrsmustern am Netzwerkrand sieht nur TON-Verkehr, der verschlüsselt und von jedem anderen ausgehenden Datenfluss einer TON-fähigen Anwendung nicht zu unterscheiden ist."

**TrickMo operative Architektur**
*Quelle: ThreatFabric*
### TrickMo's Fähigkeiten
**TrickMo** behält ein modulares Design bei, das aus einer Loader-APK und einem dynamisch heruntergeladenen Modul mit der bösartigen Funktionalität besteht. Diese Malware ist bekannt für:
* Phishing-Overlays zum Diebstahl von Bankdaten
* Keylogging und Bildschirmaufzeichnung
* SMS-Abfangen und OTP-Unterdrückung
* Änderung der Zwischenablage
* Benachrichtigungsfilterung
* Erfassung von Screenshots
Die neueste Variante führt die folgenden neuen Befehle ein:
* `curl`
* `dnsLookup`
* `ping`
* `telnet`
* `traceroute`
* SSH-Tunneling
* Remote- und lokale Portweiterleitung
* Authentifizierter SOCKS5-Proxy-Support
Forscher beobachteten auch das **Pine**-Runtime-Hooking-Framework, das zuvor zum Abfangen von Netzwerk- und Firebase-Operationen verwendet wurde, aber derzeit inaktiv ist.
### Empfehlungen zur Minderung
Um sich vor **TrickMo** und ähnlicher Android-Malware zu schützen, sollten Benutzer:
* Apps nur aus dem **Google Play** Store herunterladen.
* Die Anzahl der installierten Apps begrenzen.
* Apps nur von vertrauenswürdigen Herausgebern verwenden.
* Sicherstellen, dass **Google Play Protect** aktiviert ist.
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