US-Finanzministerium teilt Cyber-Bedrohungsdaten mit Kryptobranche angesichts zunehmender Angriffe
Das US-Finanzministerium wird Cyber-Bedrohungsdaten mit der Kryptowährungsbranche teilen, nachdem es zu einer Zunahme von hochkarätigen Diebstählen gekommen ist. Die Initiative zielt darauf ab, Unternehmen für digitale Vermögenswerte umsetzbare Informationen zur Verfügung zu stellen, um sich besser gegen Cyberangriffe zu verteidigen, ähnlich der Unterstützung für traditionelle Finanzinstitute.
Das **US-Finanzministerium** wird beginnen, Cyber-Bedrohungsdaten mit der Kryptowährungsbranche zu teilen. Dieser Schritt wurde durch zahlreiche Vorfälle ausgelöst, bei denen Millionen von Verbrauchergeldern gestohlen wurden.
### OCCIP-Initiative
Das Büro für Cybersicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen (**OCCIP**) des Finanzministeriums kündigte die Initiative an und erklärte, man werde „berechtigten US-Unternehmen für digitale Vermögenswerte und Branchenorganisationen zeitnahe, umsetzbare Cybersicherheitsinformationen zur Verfügung stellen, um ihnen zu helfen, Cyberbedrohungen, die ihre Kunden und Netzwerke ins Visier nehmen, besser zu identifizieren, zu verhindern und darauf zu reagieren.“ Diese Informationen werden für berechtigte Unternehmen, die die Kriterien des Finanzministeriums erfüllen, kostenlos zur Verfügung gestellt und spiegeln die Unterstützung wider, die traditionellen Finanzinstituten gewährt wird.
### Bewältigung wachsender Bedrohungen
**Cory Wilson**, stellvertretender stellvertretender Sekretär für Cybersicherheit im Finanzministerium, betonte die zunehmende Häufigkeit und Raffinesse von Cyberbedrohungen, die auf Plattformen für digitale Vermögenswerte abzielen. „Diese Initiative erweitert den Zugang zu umsetzbaren Bedrohungsdaten, die Unternehmen helfen, ihre Abwehrkräfte zu stärken, Risiken zu reduzieren und effektiver auf Vorfälle zu reagieren“, sagte Wilson.
### Jüngste Krypto-Diebstähle
Die Ankündigung folgt auf einen erheblichen Diebstahl von 280 Millionen US-Dollar von der Krypto-Plattform **Drift**, der angeblich von nordkoreanischen Hackern verübt wurde. Im vergangenen Jahr wurden über 3,4 Milliarden US-Dollar von Kryptowährungsunternehmen gestohlen, und Experten schätzen die jährlichen Verluste in den letzten fünf Jahren auf Milliarden.
**Luke Pettit**, stellvertretender Sekretär für Finanzinstitute im Finanzministerium, hob die wachsende Bedeutung von Unternehmen für digitale Vermögenswerte im US-Finanzsektor hervor. Er erklärte, dass ihre Widerstandsfähigkeit „entscheidend für die Gesundheit des breiteren Systems“ sei und dass die Ausweitung des Zugangs zu qualitativ hochwertigen Cybersicherheitsinformationen ein sichereres und verantwortungsbewussteres Ökosystem für digitale Vermögenswerte fördern werde.
### Reaktion der Regierung
Das Justizministerium hat zunehmend Anklage gegen Personen erhoben, die des Diebstahls von Geldern von Kryptowährungsplattformen beschuldigt werden. Eine gesamtstaatliche Anstrengung ist im Gange, um die Kryptoindustrie vor Infiltrations- und Diebstahlsversuchen durch nordkoreanische Akteure zu warnen.
Strafverfolgung und Warnungen haben jedoch Cyberkriminelle und staatliche Hacker nicht davon abgehalten, Schwachstellen im Code auszunutzen oder Mitarbeiter von Kryptowährungsunternehmen ins Visier zu nehmen. Zu den jüngsten Vorfällen gehört ein Cyberangriff auf **Bitcoin Depot**, ein Unternehmen für Kryptowährungs-Geldautomaten, bei dem über 3,6 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Andere bemerkenswerte Diebstähle in diesem Jahr umfassen Verluste von 26 Millionen US-Dollar und 40 Millionen US-Dollar von anderen Plattformen.
### Kontroverse um Budgetkürzungen
Die Ankündigung zur Bedrohungsweitergabe erfolgt inmitten von Gegenreaktionen gegen die Trump-Administration wegen Kürzungen von Programmen in Abteilungen, die für die Weitergabe von Cybersicherheitsinformationen an den Privatsektor zuständig sind. Der Haushalt für das Fiskaljahr 2027 sieht Kürzungen von 707 Millionen US-Dollar im Budget der Cybersicherheits- und Infrastruktursicherheitsbehörde (**CISA**) vor, einschließlich der Streichung von Programmen, die sich auf „externe Engagement-Büros“ konzentrieren. CISA hatte bereits wichtige Programme gekürzt, die darauf ausgelegt waren, Bedrohungsdaten mit staatlichen Regierungen und anderen wichtigen Branchen zu teilen.
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