US-Geheimdienste bereiten sich auf die Midterms 2026 vor – KI-Bedrohungen im Fokus
Die US-Geheimdienste verstärken ihre Bemühungen, die bevorstehenden Kongresswahlen 2026 vor ausländischer Einmischung zu schützen. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich des potenziellen Missbrauchs von künstlicher Intelligenz zur Verbreitung von Desinformation und zur Manipulation von Wählern.
Die US-Geheimdienste verstärken ihre Bemühungen, die Kongresswahlen 2026 vor ausländischer Manipulation zu schützen. Diese Initiative findet statt, während die Überprüfung von widerlegten Betrugsvorwürfen bei den Wahlen 2020 andauert.
**ODNI ernennt Exekutive für Wahlbedrohungen**
Die Direktorin für Nationale Geheimdienste, **Tulsi Gabbard**, hat **Dave Mastro** vom National Intelligence Council und **James Cangialosi**, den stellvertretenden Leiter des National Counterintelligence and Security Center, ernannt, um die Bemühungen der US-Spionagebehörden gemeinsam zu koordinieren. Sie werden als Exekutive für Wahlbedrohungen der Geheimdienste fungieren.
Die Position, die während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump geschaffen wurde, ist dafür verantwortlich, eine interinstitutionelle Gruppe einzuberufen, um Beweise für ausländische Einmischung zu bewerten und zu veröffentlichen.
Mastro und Cangialosi bekräftigten kürzlich das Engagement der Geheimdienste zum Schutz der Midterms während nichtöffentlicher Briefings für Mitarbeiter der Geheimdienstausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats. Sie erklärten auch, dass das Büro der Direktorin für Nationale Geheimdienste (**ODNI**) den bestehenden Benachrichtigungsrahmen für ausländische Einmischung in US-Wahlen einhalten werde.
**Kontroverse um die Neubewertung der Wahlen 2020**
Gabbards Rolle bei der Neubewertung der Wahlen 2020 hat Kritik hervorgerufen. Ihre Anwesenheit während einer **FBI**-Razzia in einem Wahlbüro in Georgia im Januar, die sich auf unbewiesene Theorien des Wahlbetrugs bezog, löste Empörung bei demokratischen Gesetzgebern aus.
Es wurde auch berichtet, dass ihr Büro im vergangenen Jahr Wahlmaschinen in Puerto Rico beschlagnahmte, was ihr Büro als Bewertung von Sicherheitslücken bezeichnete und nicht mit einer bestimmten Wahl in Verbindung stand.
**Bedenken hinsichtlich CISA-Kürzungen und KI-Bedrohung**
Die Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Budgetkürzungen bei der Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (**CISA**) nehmen zu, die ihre Belegschaft um etwa ein Drittel reduziert und die Schulungen zur Wahlsicherheit sowie die digitale Sicherheitsunterstützung für staatliche und lokale Wahlbeamte zurückgefahren hat.
Senator Mark Warner hob das Potenzial künstlicher Intelligenz (**KI**) hervor, die Verbreitung von Fehlinformationen und Desinformation zu verschärfen und eine erhebliche Bedrohung für die Integrität von Wahlen darzustellen.
„Wir haben bereits in unzähligen Fällen die Fähigkeit von KI gesehen, Fehlinformationen und Desinformation zu verbreiten“, sagte er. „Wenn man das auf Steroiden hinter einer russischen, chinesischen oder sogar iranischen Anstrengung zur Beeinflussung unserer Wahlen setzt, bedeutet das Ärger, denn man hat bereits einen Präsidenten gesehen, der Wahlergebnisse leugnen wird.“
**Cyber Command und NSA in Alarmbereitschaft**
Das Personal des U.S. Cyber Command und der National Security Agency (**NSA**) wurde angewiesen, die Kommunikation ausländischer Gegner im Zusammenhang mit US-Wahlen zu überwachen. Es wird erwartet, dass die beiden Einheiten ihre gemeinsame Arbeitsgruppe zur Wahlsicherheit wieder einberufen werden, wobei Vorschläge mit Plänen für die Gruppe bald an Gabbard und Verteidigungsminister Pete Hegseth gesendet werden sollen.
Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, Rick Crawford, betonte, dass Wahlbeeinflussung ein anhaltendes Problem sei und dass ausländische Gegner einen erheblichen Einfluss auf der Ebene von Kongresswahlkreisen oder Bundesstaaten haben könnten.