Vimeo gibt Datenpanne nach Anodot-Sicherheitsvorfall bekannt; ShinyHunters bekennen sich schuldig
**Vimeo** hat eine Datenpanne bekannt gegeben, die einige Nutzer und Kunden betrifft und aus einem Sicherheitsvorfall bei **Anodot**, einem Unternehmen für die Erkennung von Datenanomalien, resultiert. Die Erpressergruppe **ShinyHunters** hat die Verantwortung übernommen und droht mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten.

**Vimeo**, eine führende Plattform für Video-Hosting und -Streaming, hat bekannt gegeben, dass es nach einem kürzlichen Einbruch bei **Anodot** zu einem unbefugten Zugriff auf bestimmte Nutzer- und Kundendaten gekommen ist. Die Videoplattform berichtet, dass zwar einige E-Mail-Adressen von Kunden offengelegt wurden, die Mehrheit der kompromittierten Informationen jedoch aus technischen Daten, Videotiteln und Metadaten besteht.
"Wir haben festgestellt, dass als Folge des Anodot-Einbruchs ein unbefugter Akteur auf bestimmte Vimeo-Nutzer- und Kundendaten zugegriffen hat. Unsere ersten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die zugegriffenen Datenbanken hauptsächlich technische Daten, Videotitel und Metadaten sowie in einigen Fällen E-Mail-Adressen von Kunden enthalten", teilte **Vimeo** in einem Blogbeitrag mit.

Die Erpressergruppe **ShinyHunters** hat die Verantwortung für den **Vimeo**-Einbruch übernommen und droht damit, die gestohlenen Daten bis zum 30. April zu veröffentlichen, sofern kein Lösegeld gezahlt wird. **Vimeo** dient als wichtige Alternative zu **YouTube** und zählt über 300 Millionen registrierte Nutzer, die Videos hochladen, hosten und teilen.
### ShinyHunters' Drohung
Gestern listete **ShinyHunters** **Vimeo** auf seinem Erpressungsportal und behauptete, Daten aus den **Snowflake**- und **BigQuery**-Instanzen des Unternehmens zu besitzen. Neben der Drohung mit Datenlecks warnte die Gruppe **Vimeo** davor, "mehrere ärgerliche digitale Probleme" zu erwarten.

*Quelle: BleepingComputer*
### Details zum Anodot-Einbruch
Bei dem **Anodot**-Vorfall stahlen Angreifer Authentifizierungstoken und nutzten diese, um auf Kundenumgebungen, hauptsächlich **Snowflake**, zuzugreifen und Daten zu exfiltrieren. **ShinyHunters** versucht nun, diesen Einbruch durch Erpressung und Drohungen mit der Veröffentlichung gestohlener Daten von betroffenen Organisationen zu monetarisieren. **Rockstar Games** war ebenfalls vom **Anodot**-Einbruch betroffen.
### Vimeos Reaktion
**Vimeo** stellte klar, dass die offengelegten Daten *keine* von Nutzern hochgeladenen Videoinhalte, Anmeldedaten oder Zahlungsinformationen enthalten. Die Betriebsabläufe der Plattform wurden nicht beeinträchtigt. Das Unternehmen hat alle **Anodot**-Anmeldedaten deaktiviert und die Integration des Dienstes mit seinen Systemen entfernt.
**Vimeo** untersucht den Vorfall aktiv mit Unterstützung von externen Sicherheitsexperten und hat die Strafverfolgungsbehörden informiert. Das Unternehmen hat zugesagt, weitere Updates im Laufe der Ermittlungen bereitzustellen.

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